Fraport verkauft Mehrheit von Frachtabfertiger FCS

08.07.2015 - 16:05 0 Kommentare

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport verkauft die Mehrheit seines Luftfracht-Bodendienstleisters FCS. Die Anteile gehen im Rahmen einer strategischen Partnerschaft an einen Weltmarktführer.

Ein Mitarbeiter der Fraport Cargo Services GmbH bei der Arbeit

Ein Mitarbeiter der Fraport Cargo Services GmbH bei der Arbeit
© Fraport AG

Blick auf eine Halle der Fraport Cargo Services GmbH

Blick auf eine Halle der Fraport Cargo Services GmbH
© Fraport AG

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will sich von der Mehrheit seiner Tochter Fraport Cargo Services (FCS) trennen. Im Rahmen einer strategischen Partnerschaft soll der weltgrößte Frachtabwickler Worldwide Flight Services (WFS) 51 Prozent des Fraport-Frachtabwicklers übernehmen. Das gaben jetzt beide Unternehmen bekannt.

Der Anteilsverkauf soll spätestens im September durchgeführt werden. Zu welchem Preis, blieb offen. Mit 49 Prozent bleibe man maßgeblicher Anteilseigner bei FCS und setze zur weiteren Entwicklung des Geschäfts auf eine stärkere internationale Ausrichtung, erklärte Fraport.

Die FCS wickelt mit rund 600 Mitarbeitern rund ein Fünftel der in Frankfurt anfallenden Fracht ab. Größter Anbieter am Drehkreuz ist Lufthansa Cargo. Die WFS beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit rund 14.000 Menschen und ist an 145 Flughäfen in mehr als 22 Ländern präsent.

© Fraport AG, Lesen Sie auch: Fraport Cargo Services will sich mit Weltmarktführer zusammenschließen

Bereits vor zwei Jahren war der Frankfurter Frachtservice in Gesprächen über den Einstieg eines finanziell starken Partners. Seinerzeit handelte es sich um die Emirates-Tochter Dnata, die Interesse an einer Beteiligung hatte. Woran die Verhandlungen letztlich scheiterten, ist bis heute unklar.

Von: ch, dpa
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