Oktober-Zahlen Frankfurt wächst schwächer

12.11.2012 - 10:49 0 Kommentare

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat zwar im Oktober mehr Passagiere als vor einem Jahr gezählt, doch das Wachstum schwächt sich ab. Für den Winter werden die Aussichten noch trüber.

Flughafen Frankfurt bei Nacht - © © Fraport -

Flughafen Frankfurt bei Nacht © Fraport

Beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat ein starkes Passagierplus in Perus Hauptstadt Lima im Oktober die schwache Entwicklung in Frankfurt ausgeglichen. Insgesamt kam Fraport an seinen Flughäfen in Frankfurt, Antalya, Lima, Varna und Burgas auf 9,1 Millionen Fluggäste. Das sind 2,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag in Frankfurt mitteilte. In Frankfurt legte die Zahl der Passagiere lediglich um 1,3 Prozent auf 5,2 Millionen zu. Dabei bremsten auch Flugausfälle infolge von Hurrikan "Sandy" in den USA Ende Oktober die Entwicklung.

In Lima schoss die Zahl der Passagiere hingegen dank einer stark gewachsenen Nachfrage um 14,9 Prozent auf 1,2 Millionen nach oben, während der türkische Flughafen Antalya nur um 0,5 Prozent zulegen konnte. Ein Jahr zuvor hatte die türkische Riviera nach den Unruhen in Ägypten und Tunesien allerdings einen Sonderboom als Alternativ-Reiseziel erlebt.

Unterdessen schwächten sich die konjunkturbedingten Rückgänge bei Fracht und Luftpost im Vergleich zu den Vormonaten weiter ab. In Frankfurt ging das Aufkommen um 7,0 Prozent auf knapp 177.600 Tonnen zurück. Konzernweit betrug der Rückgang 6,4 Prozent auf gut 206.100 Tonnen. Dem Frankfurter Flughafen macht dabei auch das seit rund einem Jahr geltende Nachtflugverbot zu schaffen.

Die Erwartungen für das Passagierwachstum in Frankfurt hatte Fraport-Chef Stefan Schulte bereits vergangene Woche gedämpft. Wegen der Streiks am Flughafen und bei der Lufthansa sowie des gekappten Winterflugplans von Europas größter Fluggesellschaft rechnet der Manager 2012 nur noch mit einem Plus von zwei bis drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zuvor hatte er ein Wachstum von unter vier Prozent in Aussicht gestellt. Von Januar bis Oktober wurden in Frankfurt rund 49,4 Millionen Fluggäste gezählt, 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit liegt die Entwicklung noch über dem neuen Zielkorridor.

Für den Winter werden die Aussichten allerdings trüber. So will die Lufthansa ihr Flugangebot im Winter um drei Prozent kürzen. Zudem fallen im Vergleich zum Vorjahr die Flüge der pleitegegangenen Gesellschaften Cirrus, Malev und Spanair weg. Fraport rechnet deshalb in Frankfurt im Winterflugplan mit 4,6 Prozent weniger Flügen. Trotz des Trends zu größeren Maschinen drohen damit auch die Passagierzahlen zurückzugehen. Dank der neuen Landebahn, die vor gut einem Jahr in Betrieb ging, hat der Frankfurter Flughafen nach jahrelangen Beschränkungen wieder Kapazität für zusätzliche Flüge.

Von: dpa-AFX, airliners.de
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