Ryanair droht mit Streckenstreichungen

Frankfurt-Hahn plant angeblich Terminalgebühr

16.12.2008 - 18:41 0 Kommentare

Am Flughafen Hahn soll nach Angaben des Südwestrundfunks (SWR) eine Terminalbenutzungsgebühr eingeführt werden. Sie soll direkt bei den Passagieren erhoben werden. Auf jeden Fluggast solle eine Zahlung von etwa drei Euro zukommen.

Wie der SWR berichtet, erwägt der Flughafen Frankfurt-Hahn, eine Terminalbenutzungsgebühr für Passagiere zu erheben. Als Reaktion auf die Gerüchte verkündete die Billigfluglinie Ryanair, dass sie in Folge zur Schließung von Strecken am Flughafen Frankfurt-Hahn gezwungen wäre, sollte der Flughafenbetreiber diese Gebühren einführen.

Ryanair ist Hahns größter Kunde und betreibt von diesem Standort ein Drehkreuz. Die Airline hob hervor, dass Passagiere, die den Flughafen Frankfurt-Hahn wählen, sicherlich nicht gewillt seien, weitere Gebühren zu bezahlen. Ryanair habe am Flughafen Frankfurt-Hahn seine durchschnittlichen Ticketpreise bereits um 15 bis 20 Prozent reduziert, um die Passagiere trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage weiterhin zu animieren, vom dort aus zu fliegen.

Die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH war heute für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Hauptanteilseigner der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH ist der Flughafenbetreiber Fraport. Fraport erwartet von seiner Tochter, bis 2010 schwarze Zahlen zu schreiben. Um in die Gewinnzone zu kommen, sollen die Einnahmen im Non-Aviation-Bereich erhöht werden. Zudem ist die Vermarktung von Immobilien am Flughafen geplant. Dazu steht die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft in der Diskussion.

Von: dpa, airliners.de
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