Probebetrieb Frankfurt führt CDA-Anflüge ein

31.05.2012 - 13:01 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat am Donnerstag den Probebetrieb des Continuous Descent Approach (CDA) am Frankfurter Flughafen aufgenommen. Wann immer möglich werden Flugzeuge von den Lotsen aus größeren Höhen im konstanten Sinkflug zum Aufsetzpunkt geführt.

Der Frankfurter Flughafen will die Lärmbelastung bei der Landung von Flugzeugen reduzieren: Ab Donnerstag werde es einen kontinuierlichen Sinkflug (Continuous Descent Approach, CDA) direkt auf die Landebahn immer dann geben, wenn der Flugverkehr es zulasse, teilte die Deutsche Flugsicherung (DFS) am Mittwoch mit.

Der kontinuierliche Sinkflug führt im Vergleich zum üblichen Anflug auch zu einem geringeren Kerosinverbrauch und entlastet so die Umwelt. Er wird bereits seit Jahren zum Beispiel in London, Köln und München praktiziert. Auch in Frankfurt gibt es neben Tests aus dem Februar langjährige Erfahrungen, weil vor Einführung des Nachtflugverbots im Oktober 2011 zwischen 23 und 5 Uhr meist so gelandet wurde. Neu sind diese Anflüge lediglich für die im Oktober in Betrieb genommene Landebahn Nordwest. Voraussetzungen sind ein geringes Verkehrsaufkommen und gute äußere Flugbedingungen.

Das Verfahren solle den ganzen Tag über von den Lotsen eingesetzt werden können, erläuterte eine DFS-Sprecherin. Es gebe keine zahlenmäßige Vorgabe und auch keine zeitlichen Einschränkungen. Bei den beiden Testtagen am 24. und 28. Februar habe sich gezeigt, dass das Verfahren machbar sei. Wie viele Flugzeuge an den beiden Tagen tatsächlich nach dem neuen Verfahren gelandet sind, konnte die DFS nicht sagen. An den beiden Tagen gab es laut Flughafenbetreiber Fraport insgesamt 476 beziehungsweise 419 Landungen.

Keine Entlastung bringt das neue Verfahren für die direkten Nachbarn des größten deutschen Flughafens, weil sich die Routen der Endanflüge nicht ändern. In einer 18 bis 55 Kilometer vom Flughafen entfernten Zone kann es laut DFS zu Lärmreduzierungen um bis zu 5 Dezibel (dB(A)) kommen. Das Anflugverfahren gehört zu einem Maßnahmenpaket aus aktivem und passivem Schallschutz, das im Februar unter Führung der hessischen Landesregierung vereinbart wurde.

Link: CDA-Verfahren bei DFS (PDF)

Von: dpa, airliners.de
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