Flugzeugsitzhersteller legt Grundstein für neues Werk in Schwerin

04.05.2016 - 15:21 0 Kommentare

Weil der Flugzeugsitzhersteller ZIM an seinem Standort in Baden-Württemberg an seinen Grenzen stößt, entsteht in Mecklenburg-Vorpommern ein zweites Werk. Für den Standort Schwerin sprachen mehrere Faktoren.

Die ZIM Flugsitz GmbH hat den Grundstein für ein neues Werk in Schwerin gelegt. - © © ZIM Flugsitz -

Die ZIM Flugsitz GmbH hat den Grundstein für ein neues Werk in Schwerin gelegt. © ZIM Flugsitz

Die ZIM Flugsitz GmbH aus Baden-Württemberg hat am Mittwoch in Schwerin den Grundstein für ein neues Werk gelegt. Für acht Millionen Euro entsteht im Industriepark der Landeshauptstadt eine 7500 Quadratmeter große Produktionshalle, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Das Land werde voraussichtlich zwei Millionen Euro beisteuern.

Das Werk soll im ersten Quartal kommenden Jahres in Betrieb genommen werden, 64 Arbeitsplätze sind zunächst geplant. Mittelfristig soll die Zahl auf etwa 100 steigen, wie das Unternehmen mitteilte. Jährlich sollen in Schwerin etwa 20.000 Flugzeugsitze produziert werden.

Das Unternehmen aus Baden-Württemberg reagiere mit dem Neubau auf die gute Auftragslage und die gestiegene Nachfrage internationaler Airlines nach hochwertigen und langlebigen Flugzeugsitzen, sagte eine Sprecherin. Am Standort Markdorf bei Friedrichshafen seien keine großflächigen Erweiterungen möglich, hieß es bereits bei der Ankündigung des neuen Werks im September 2015. Der Standort Schwerin biete die Nähe zum Kunden Airbus und eine gute Verkehrsanbindung zum Hamburger Hafen.

Die 2009 gegründete ZIM Flugsitz GmbH ist ein Hersteller von Flugzeugsitzen für die Economy, Premium Economy und Business Klasse. Unter anderem gehören dazu die noch relativ neuen Premium-Eco-Sitze der Lufthansa. Rund 55.000 Flugzeugsitze des Herstellers sind eigenen Angaben zufolge derzeit in Flugzeugen weltweit unterwegs. Das inhabergeführte Unternehmen beschäftigt 140 Mitarbeiter in der Entwicklung, Produktion und Verwaltung.

Der Industriepark im Schweriner Süden bietet nach Angaben des Wirtschaftsministeriums inzwischen rund 1000 Arbeitsplätze. Dort produziert bereits unter anderem der Luftfahrt-Zulieferer Flamm Aerotec.

Von: gk, dpa
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