Flugzeug mit EU-Politikern nach Bombendrohung in München gelandet

23.04.2007 - 10:00 0 Kommentare

München/Athen (dpa) - Nach einer Bombendrohung ist am Montag ein Flugzeug der griechischen Gesellschaft «Olympic Airlines» auf dem Münchner Flughafen sicher gelandet. Die Bombendrohung war nach Angaben griechischer Behörden am Morgen bei der Polizei in Athen eingegangen. An Bord der Maschine befanden sich auch EU-Politiker. Die Boeing 737 war mit 130 Passagieren und 7 Besatzungsmitgliedern auf dem Weg von Athen über Straßburg nach Brüssel.

Bei der außerplanmäßigen Landung um 10.46 Uhr in München habe es keine Probleme gegeben, sagte der Flughafensprecher. Alle Passagiere seien ins Terminal gebracht worden. Der reguläre Flugverkehr sei von der Landung nicht betroffen. Die Start- und Landebahnen seien nicht gesperrt worden. Die Bundespolizei befragte am Montagmittag die Passagiere und die Crew der Maschine und stellt ihre Personalien fest. Flugzeug und Gepäck würden mit Hilfe von Sprengstoffhunden untersucht, sagte ein Polizeisprecher. Nähere Angaben zu der Bombendrohung konnte er noch nicht machen.

An Bord der Maschine sollen sich auch elf griechische Abgeordnete des Europäischen Parlamentes befunden haben, berichtete der staatliche griechische Rundfunk. «Es gab keine Panik an Bord. Der Pilot hat uns gesagt, um was es geht. Uns allen geht es gut», sagte der griechische EU-Parlamentarier Ioannis Varvitsiotis (Europäische Volkspartei) im Rundfunk. «Die Durchsuchung der Maschine wird wohl mehrere Stunden dauern», sagte er weiter.

Als der Anruf beim Hauptquartier der griechischen Polizei in Athen einging, befand sich die Maschine der Olympic Airlines über Kroatien, hieß es. «Wir sind nach München geflogen, weil der Pilot wohl den Behörden dort mehr als jedem anderen Land in der Region vertraute. Wir bekamen sofort Landungspriorität. Eine so schnelle Landung hab' ich noch nie erlebt», sagte Kostas Argyros, ein Reporter des griechischen Radios, der zufällig auch an Bord war am Telefon.

Von: dpa
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