Flugsicherungschef glaubt an mehr Akzeptanz für pilotenlose Flugzeuge

02.01.2018 - 10:55 0 Kommentare

DFS-Chef Scheuerle ist sich sicher: Der Luftverkehr steht vor einem Automatisierungsschub, und das gibt auch dem Fliegen ohne Pilot neuen Auftrieb. Als Hemmnis sieht er immer noch die Airlines.

Klaus-Dieter Scheurle: "Einer weitgreifenden Automatisierung stehen nur die Sorgen der Fluggesellschaften im Wege." Foto: © dpa

Ein Passagierflugzeug ohne Piloten? Was sich für die meisten Menschen wie eine Horrorvision anhört, könnte nach Einschätzung des Chefs der Deutschen Flugsicherung (DFS) schon bald Realität werden.

Der Luftverkehr stehe vor einem Automatisierungsschub, sagte der Vorsitzende der DFS-Geschäftsführung, Klaus-Dieter Scheurle. Schließlich sei die Technologie für unbemannte Flugzeuge im militärischen Bereich längst grundsätzlich vorhanden.

Sorgen von Airlines stünden im Weg

"Einer weitgreifenden Automatisierung stehen nur die Sorgen der Fluggesellschaften im Wege, die um die Akzeptanz ihrer Passagiere fürchten, wenn vorn kein Pilot mehr im Cockpit sitzt", sagte Scheurle. Allerdings bewege sich die Gesellschaft schnell auf automatisierte Mobilität beim Auto zu.

Wenn es dort funktioniert, wird auch das Vertrauen in unbemannte Flugzeuge wachsen.

DFS-Chef Klaus-Dieter Scheuerle

Auch am Boden helfen IT-Systeme den Lotsen, immer größere Zahlen von Flugobjekten zu überwachen, meinte Scheurle. Ganz ohne Menschen werde es aber nicht gehen. "Jemand muss den Luftraum überwachen und für Ordnung sorgen.

Über Würzburg ist der obere Luftraum beispielsweise schon jetzt zu manchen Zeiten so voll, dass wir an der Grenze des Möglichen sind." Neue Herausforderungen für die Lotsen seien mit dem massenhaften Einsatz von Drohnen verbunden, deren kommerzielle Nutzung erst am Anfang stehe.

© AirTeamImages.com, Jesus Moreno Lesen Sie auch: Ein oder kein Pilot – das ist hier die Frage Aviation Management

Von: cs, dpa-AFX
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