Flugsicherung setzt verstärkt auf Satelliten-Navigation

26.09.2017 - 10:10 0 Kommentare

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) will langfristig die An- und Abflugverfahren an 60 deutschen Flughäfen technisch modernisieren. Anstelle der bislang üblichen Funknavigation soll per Satellit navigiert werden.

Ein VOR/DME UKW-Drehfunkfeuer. - © © DFS -

Ein VOR/DME UKW-Drehfunkfeuer. © DFS

Die Flugsicherung setzt zukünftig auf Satelliten-Navigation statt Funknavigation. Bei der bis 2029 geplanten Umstellung von 2800 An- und Abflugverfahren sollen einige der 58 über die Republik verteilten UKW-Drehfunkfeuer geschlossen werden,teilte das bundeseigene Unternehmen mit.

Konkret stünden acht ältere Anlagen zur Disposition. Zwei neu geplante Funkfeuer an den norddeutschen Standorten Elbe und Seedorf werden erst gar nicht gebaut, teilte die Flugsicherung mit. Die bestehende Anlage in Michaelsdorf in Ostholstein werde bis Ende 2020 abgestellt und könne dann abgebaut.

Die Entscheidung könnte auch Folgen für die Energiewirtschaft haben. In einem Umkreis von 15 Kilometern um die Funkfeuer dürfen keine Windkraftanlagen gebaut werden, weil sie die Signale an die Flugzeuge stören könnten. Werden nun Anlagen geschlossen oder sogar abgebaut, könnten neue, landschaftlich exponierte Windkraft-Standorte frei werden.

© dpa, Lesen Sie auch: Oberste Verwaltungsrichter bestätigen DFS-Vorgehen bei Windrädern

Von: dpa
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