Flugsicherheitsbehörde plädiert für längere Lebensdauer von Blackboxes

07.05.2014 - 10:30 0 Kommentare

Peilsender von Flugdatenschreibern und Cockpit-Stimmrekordern sollten künftig drei Mal so lange wie bisher senden, fordert die EASA. Grund ist die bislang erfolglose Suche nach der verschollenen Maschine der Malaysia Airlines.

Flugdatenschreiber - © © dpa -

Flugdatenschreiber © dpa

Als Konsequenz aus der vergeblichen Suche nach der malaysischen Passagiermaschine (Flug MH370) hat die Europäische Flugsicherheitsbehörde EASA eine längere Lebensdauer der Peilsender von Flugdatenschreiber und Cockpit-Stimmrekorder gefordert. Die an der Blackbox angebrachten Geräte zur Unterwasser-Ortung (ULD) sollten künftig 90 Tage statt wie bisher 30 Tage lang senden, erklärte die EASA. Zudem empfahl die Behörde, Großraumflugzeuge bei der Überquerung von Ozeanen mit neuartigen ULDs auszurüsten, deren Reichweite größer ist als bisher.

Darüber hinaus sollte nach dem EASA-Vorschlag die Mindestaufnahmedauer des Cockpit Voice Recorders in neuen Flugzeugen künftig 20 Stunden betragen. Heute seien es zwei Stunden.

Das Schicksal von Flug MH370 zeige, dass "Sicherheit niemals als gegeben angesehen werden darf", erklärte EASA-Chef Patrick Kay. Die Maschine der Malaysia Airlines mit 239 Insassen an Bord ist seit dem 8. März verschollen. Ihr Wrack wird in einer einsamen Gegend im Indischen Ozean vermutet. Inzwischen wurde die Suche nach der Boeing 777 mit Schiffen und aus der Luft aufgegeben, sie konzentriert sich auf den Meeresgrund.

Von: AFP, airliners.de
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