Flugplatz Cottbus-Drewitz hat neuen Eigentümer

12.02.2018 - 15:26 0 Kommentare

Neue Hoffnung für den Flugplatz Cottbus-Drewitz: Nach Jahren des Niedergangs hat ein lokales Konsortium jetzt einen Teil des Geländes im Süden Brandenburgs übernommen. Die Pläne klingen ambitioniert.

Blick vom Tower des insolventen Flugplatzes Drewitz nahe Cottbus. - © © dpa - Patrick Pleul

Blick vom Tower des insolventen Flugplatzes Drewitz nahe Cottbus. © dpa /Patrick Pleul

Hoffnungsschimmer für den insolventen Flugplatz Cottbus-Drewitz: Es gibt einen neuen Eigentümer. Das Gelände sei an ein Konsortium aus dem Raum Zossen verkauft worden, sagte Insolvenzverwalter Udo Feser. Es sei geplant, die marode Start- und Landebahn zu sanieren, eine Flugschule anzusiedeln und einen Bereich für Wartung und Instandhaltung von beispielsweise Hubschraubern einzurichten. Über den Kaufpreis sagte Feser nichts.

Der Flugbetrieb ist seit längerem nur eingeschränkt auf einer Gras-Piste möglich, weil die Start- und Landebahn marode und sanierungsbedürftig ist. Auch der Tower und die Technik müssten moderner werden, sagte der Insolvenzverwalter.

© dpa, Patrick Pleul Lesen Sie auch: Fluggenehmigung für insolventen Flugplatz Cottbus-Drewitz verlängert

Beim Verkauf wurde das Areal zweigeteilt. Der bisherige Pächter einer seit Jahren auf dem Gelände stehenden Photovoltaik-Anlage übernahm laut Feser rückwirkend zum Sommer 2017 diesen Bereich. Der zweite Vertrag mit dem Konsortium zum restlichen Flugplatzgelände sei rückwirkend zum 24. November 2017 zustande gekommen. Die beiden verbliebenen Mitarbeiter des Flugplatzbetriebes sollen übernommen werden und es sollen auch weitere Arbeitsplätze entstehen.

Mit der Privatisierung begann der Abstieg

2014 hatte eine international agierende Investorengruppe das knapp 350 Hektar große Gelände bei Cottbus, das für Hobby- und Geschäftsflüge genutzt wird, gekauft. Davor war der Hauptanteilseigner der Landkreis Spree-Neiße gewesen. Aus Kostengründen war der Flugplatz privatisiert worden, um die umliegenden kommunalen Gesellschafter finanziell zu entlasten.

Es sollte neben der Nutzung als Flugplatz auch ein Wartungscenter für Passagier- und Cargo-Maschinen entstehen. Das hätte rund 200 neue Arbeitsplätze schaffen sollen. Doch daraus wurde nichts, mit dem Flugplatz ging es bergab.

2015 kam die Insolvenz für den Flugplatz, fast alle Mitarbeiter mussten gehen. Dann begann die zähe Suche nach einem neuen Investor. Es gab Feser zufolge zahlreiche Hürden, von denen er eine nennt: "Das Grundbuch war teilweise falsch vermessen." An dem Flugplatz seien zunächst sechs Bewerber interessiert gewesen, letztlich habe man sich zwischen fünf entschieden.

Von: br, dpa-AFX
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