Flugplatz Bitburg erhält Genehmigung für Großraumflugzeuge

17.09.2008 - 16:40 0 Kommentare

Auf dem Flugplatz Bitburg in der Eifel dürfen künftig auch Verkehrsflugzeuge bis zur Größe einer Boeing 747 starten und landen. Fast genau drei Jahre nach der Antragstellung durch die Betreibergesellschaft Flugplatz Bitburg GmbH habe der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz nun die Genehmigung für den Flugbetrieb mit Maschinen von mehr als 14 Tonnen Gewicht erteilt, sagte eine Sprecherin des Verkehrsministeriums am Mittwoch.

Eine Boeing 747-400ERF der China Cargo - © © Boeing -

Eine Boeing 747-400ERF der China Cargo © Boeing

Bislang war auf dem ehemaligen US-Militärflughafen der Flugbetrieb nur für kleinere Maschinen und nach Sichtflugregeln erlaubt. Nun wurde die Einführung des Flugbetriebs nach Instrumentenflugregeln genehmigt, was die zwingende Voraussetzung für Starts und Landungen von schwereren Maschinen ist.

Der Flugplatz Bitburg

Der Flugplatz Bitburg war ursprünglich eine Airbase der US-Streitkräfte. 1994 endete die militärische Nutzung, das rund 500 Hektar große Gelände mit einer mehr als 3000 Meter langen Start- und Landebahn wurde für eine zivile Nutzung frei. Auf einem Teil des Konversionsgeländes entstand seither ein Gewerbe-, Dienstleistungs- und Freizeitzentrum.

Im März 2003 erfolgte die Freigabe für den Flugverkehr bis 14 Tonnen nach Sichtflugregeln. Am 15. September 2008 erteilte der Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz der Betreibergesellschaft Flugplatz Bitburg GmbH die beantragte Genehmigung für den Flugbetrieb nach Instrumentenflugregeln. Geplant ist nun ein Ausbau zum Industrieflughafen mit Frachtverkehr.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Flugplatz GmbH, der CDU-Landtagsabgeordnete Michael Billen, reagierte erfreut über die Genehmigung. Sie bedeute eine große Aufwertung für den Flugplatz.

Passagierflugzeuge werden aber auch künftig nicht in Bitburg starten und landen. «An Passagierverkehr haben wir kein Interesse, die Kosten dafür sind zu hoch», sagte Billen. Eine Option könne dagegen sein, Frachtverkehr anzusiedeln. Mit der jetzt erteilten Genehmigung wolle die Betreibergesellschaft nun die Suche nach Investoren und die Vermarktung der Flächen an sogenanntes flugaffines Gewerbe angehen. Zunächst aber müsse die 119 Seiten starke Genehmigungsschrift gründlich und «in Ruhe» durchgearbeitet werden. Dann gelte es, den Flugplatz für die großen Flugzeuge auszurüsten und tauglich zu machen.

Von: ddp
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