Flughalle A am Frankfurter Flughafen vorübergehend geräumt

31.08.2016 - 18:30 0 Kommentare

Am Flughafen Frankfurt hat eine Frau einen Sicherheitsalarm ausgelöst. Die komplette Flughalle A musste vorübergehend geräumt werden. Inzwischen durften die Passagiere wieder zu den Flugsteigen.

Ein Absperrband der Polizei im Abflugbereich des Frankfurter Flughafens.

Ein Absperrband der Polizei im Abflugbereich des Frankfurter Flughafens.
© dpa - Frank Rumpenhorst

Nachdem sie per Durchsage zur Räumung der Halle A aufgefordert wurden, strömen tausende Passagiere am 31. August 2016 aus dem Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt

Nachdem sie per Durchsage zur Räumung der Halle A aufgefordert wurden, strömen tausende Passagiere am 31. August 2016 aus dem Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt
© dpa - Boris Roessler

Polizisten stehen im Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt.

Polizisten stehen im Terminal 1 des Flughafens in Frankfurt.
© dpa - Boris Roessler

Eine verdächtige Frau hat am Frankfurter Flughafen einen Sicherheitsalarm und eine vorübergehende Räumung ausgelöst. Die Frau wurde identifiziert und festgehalten. Nach dem ersten Alarm gegen neun Uhr räumte die Bundespolizei die Flughalle A vollständig. Alle Reisenden mussten anschließend noch einmal überprüft werden. Erst am Mittag durften die Passagiere nach und nach wieder zu ihren Flugsteigen und den dort wartenden Maschinen. Eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport sagte, nach dem Alarm am Morgen seien etwa 100 Flüge annulliert worden.

Bei der Durchsuchung der Flughalle A wurden keine verdächtigen Gegenstände gefunden, wie die Bundespolizei mitteilte. Womöglich basierte alles auf einem Missverständnis. Nachdem die mit zwei Kindern reisende Frau identifiziert und festgehalten worden sei, habe sie angegegeben, sie habe die Kontrolle für beendet gehalten, sagte Christian Altenhofen, der Sprecher der Bundespolizei auf Deutschlands größtem Flughafen.

Zu Alter und Nationalität der Frau wurden keine Angaben gemacht. Sie wurde nach ihrer Aussage wieder auf freien Fuß gesetzt und durfte ihre Reise fortsetzen. "Es gab bei der Kontrolle einen Umstand, der es erforderlich machte, die Bundespolizei hinzu zu ziehen", sagte Altenhofen. Die Frau habe sich da allerdings schon "schnellen Schritts" vom Kontrollbereich entfernt. "Es gab keine Alternative zur Räumung", betonte der Polizeisprecher. "Die Sicherheit musste oberste Priorität haben." Bei der Reisenden seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden.

Kein Bombenalarm

Es sei kein Bombenalarm gewesen, hatte zuvor ein Sprecher betont. Allerdings sei ein Spezialfahrzeug zur Bombenentschärfung zum Einsatz gekommen, um ein herrenloses Gepäckstück zu untersuchen. Einen Zusammenhang mit dem Zwischenfall an der Sicherheitskontrolle gebe es nicht.

Das Spezialfahrzeug eines Bombenentschärfers steht in einer Halle des Frankfurter Flughafens. Foto: © dpa, Boris Roessler

Gegen 12.30 öffnete der Flughafenbetreiber Fraport nach der neuen Überprüfung der Passagiere die Flugsteige nach und nach wieder. Durch die Unterbrechung der Abfertigung am Flugsteig hatten die bereits wartenden Flugzeuge nicht starten können. Wie viele Flüge an den Flugsteigen A und A+ verspätet aufbrachen, war zunächst nicht bekannt.

Auf der Fraport-Webseite wurde Reisenden empfohlen, sich mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung zu setzen und Informationen über mögliche Auswirkungen für ihre Reise zu erhalten. In anderen Bereichen des Flughafens war der Betrieb normal weiter gelaufen.

© dpa, Henning Kaiser Lesen Sie auch: Frau umgeht Sicherheitskontrolle am Flughafen Köln/Bonn

Von: dpa, gk
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