Flughafenverband nennt Österreich als Vorbild bei Ticketsteuer

21.11.2016 - 12:27 0 Kommentare

Der Flughafenverband ADV hat jetzt erneut die Abschaffung der seit langem umstrittenenem Luftverkehrssteuer gefordert. Als Vorbild nannte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel jüngste Pläne Österreichs.

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV. - © © ADV -

Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer der ADV. © ADV

Eine Abschaffung der Luftverkehrsteuer in Deutschland spätestens in der nächsten Legislaturperiode hat jetzt erneut Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, gefordert. Anlass sind jüngste Pläne Österreich, die Ticketsteuer bis 2018 schrittweise bis 2018 zu halbieren, wie es in einer Mitteilung hieß.

Deutschland unterliege selbstgemachten Wettbewerbsnachteilen gegenüber seinen europäischen Nachbarn. Dies werde auch in einem vom Bundesverkehrsministerium zum Luftverkehrskonzept in Auftrag gegebenem Gutachten bestätigt. Deshalb erwarte die ADV eine Kurskorrektur auch in Deutschland, wie es weiter hieß. Die Ausarbeitung des nationalen Luftverkehrskonzepts soll bis Ende dieses Jahres abgeschlossen werden.

© Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Screenshot: airliners.de Lesen Sie auch: Studie liefert Grundlagen für neues Luftverkehrskonzept

Am Dienstag, 22. November, will sich Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt in Berlin mit Vertretern der Luftverkehrsbranche zu einem Spitzengespräch treffen. Nach Ministeriumsangaben werden dazu Stefan Schulte, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Klaus-Dieter Scheurle, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutsche Flugsicherung (DFS) erwartet.

Erst unlängst war bekannt geworden, dass der Bund die DFS mit einer Millionenspritze unterstützen will. So sollen die Gebühren für Starts, Landungen und Flugstrecken weiter gesenkt werden. Insgesamt summieren sich die Entlastungen auf etwa 200 Millionen Euro im kommenden Jahr.

Von: gk
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