Keine Angebote

Flughafenprojekt Enschede vorerst gescheitert

05.12.2012 - 11:40 0 Kommentare

Das Flughafenprojekt um den ehemaligen Militärstützpunkt in Enschede ist vorerst gescheitert. Die Interessenten haben bis zum Fristende keine Angebote vorgelegt. Nun muss über das weitere Vorgehen beraten werden.

Eingangsbereich des Enschede Airport Twente - © © Stahlkocher (CC) -

Eingangsbereich des Enschede Airport Twente © Stahlkocher (CC)

Der umstrittene Neustart des ausgedienten Militärflughafens im niederländischen Enschede als Regional-Airport ist vorerst gescheitert. Keiner der drei zunächst interessierten Investoren habe bis Fristende ein Angebot zum Ausbau des Flughafens vorgelegt, teilte die Planungsgesellschaft in Enschede am Dienstag mit. Über die Gründe und das weitere Vorgehen soll nun beraten werden. In Niedersachsen und Westfalen war das Projekt wegen seiner Nähe zum Flughafen Münster/Osnabrück und befürchteten Fluglärms auf Kritik gestoßen.

Die Provinz Overijssel und der Bürgermeister von Enschede zeigten sich enttäuscht vom Ausgang der Ausschreibung. Kommune und Provinz hatten rund 30 Millionen Euro für die Übernahme des Flughafengeländes vom Staat gezahlt. Es werde aber weiter nach Wegen zu einer sinnvollen Weiternutzung des Flughafengeländes gesucht, die zu einem wirtschaftlichen Impuls für die Region und zu neuen Arbeitsplätzen führen, hieß es. Im Februar kommenden Jahres solle entschieden werden, wie es weitergeht. Ursprünglich hatte der Flughafen 2014 in Betrieb gehen sollen. Staatliche Subventionen waren für das Projekt nicht vorgesehen gewesen.

Interesse hatten zwischenzeitlich die Investorengruppen YDA aus der Türkei sowie Macquarie aus Australien angemeldet. YDA, die zwei Flughäfen in der Türkei besitzt, hatte Investitionen von 200 bis 250 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Zur Bedingung hatte YDA aber die Verlagerung eines Teils des Charterverkehrs von Schiphol und Steuervergünstigungen für ab Enschede startende Airlines gemacht.  

Von: © dpa
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