Flughafen Wien: Acht Firmen buhlen um Abfertigungslizenz

23.08.2013 - 16:12 0 Kommentare

Eine Abfertigungslizenz am Flughafen Wien hat das Interesse einer Reihe von Bewerbern gefunden. Momentan hält der türkische Ground-Handling-Konzern Celebi die Lizenz. Für Celebi dürften sich die Airlines ausgesprochen haben.

Flughafen Wien - © © Flughafen Wien -

Flughafen Wien © Flughafen Wien

Bei der aktuell ausgeschriebenen zweiten Abfertigungslizenz am Flughafen Wien gibt es nach Informationen des österreichischen Luftfahrtportals Austrian Aviation Net acht Bewerber. Darunter sind neben Celebi auch Menzies, Aviapartner, Swissport, Acciona, Austroport, AeroGround und Wisag.

Die Airlines dürften sich für den derzeitigen Ground Handler Celebi ausgesprochen haben. "Es sollte keine großen Veränderungen geben", deutete ein Insider nach dem Nutzerausschuss an. Dieser hat am gestrigen Donnerstag getagt. Der türkische Ground-Handling-Konzern Celebi, der in Istanbul an der Börse notiert, hat vor knapp zwei Jahren die Wiener Fraport-Tochter für kolportierte 4,4 Millionen Euro gekauft und damit die Lizenz, die nun ausläuft, übernommen.

Neben den Airlines hat auch der Flughafen Wien ein Wörtchen mitzureden. Die Entscheidung fällt dann im Verkehrsministerium. Andreas Herndler von der zuständigen Behörde sagte, dass es bereits eine behördeninterne Reihung der Bewerber gebe.

Kommen alle drei - Behörde, Airlines und Airport - zum selben Schluss, könnte die Entscheidung für die Lizenz noch im September fallen. Sind sie sich nicht einig, könnte es bis November dauern. Die unterlegenen Bewerber können Einwände gegen den Bescheid vorbringen. Auf jeden Fall soll es bis Jahresende eine Entscheidung geben, skizzierte Herndler gegenüber Austrian Aviation Net den groben Zeitplan. Die neue Lizenz gilt ab dem 22. März kommenden Jahres.

Laut öffentlicher Ausschreibung gilt die neue Lizenz "ab Auftragsvergabe 84 Monate" - also bis 2020. Eine solche private Ground-Handling-Lizenz wird auf größeren Airports - in Österreich betrifft dies derzeit nur Wien - vergeben, damit der jeweilige Flughafen bei der Bodenabfertigung keine Monopolstellung hat. Das soll den Wettbewerb am Vorfeld ankurbeln. Momentan muss es mindestens einen zweiten Anbieter geben.

Von der EU ist geplant, den Wettbewerb in Zukunft auf drei auszudehnen. In Deutschland wehren sich unter anderem die Flughafen-Betriebsräte gegen eine weitere Bodendienst-Öffnung.

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