Flughafen Stuttgart schraubt Passagierzahl-Prognosen hoch

11.07.2013 - 17:00 0 Kommentare

Die Betreiber des Stuttgarter Flughafens zeigen sich optimistischer als noch zu Jahresbeginn. Statt von einem Minus gehen sie derzeit bis Jahresende von genau so vielen Fluggästen wie 2012 aus.

Blick auf Vorfeld und Terminal des Flughafens Stuttgart - © © Flughafen Stuttgart -

Blick auf Vorfeld und Terminal des Flughafens Stuttgart © Flughafen Stuttgart

Der Flughafen Stuttgart korrigiert seine Prognose für die Passagierzahlen 2013 nach oben. "Die Airlines werden wieder mutiger und fangen neue Strecken an", sagte Geschäftsführer Georg Fundel in Stuttgart. "Die Konsolidierung trägt Früchte." Er rechne 2013 daher wie im Vorjahr mit etwa 9,7 Millionen Fluggästen. Zum Jahresbeginn hatte Fundel noch einen Rückgang von bis zu fünf Prozent erwartet.

Ein gutes Jahr werde 2013 aber dennoch nicht, sagte Fundel. "Der Luftverkehr wächst üblicherweise um vier bis fünf Prozent." Für das Gesamtjahr rechnet er mit leichten Rückgängen bei Gewinn und Umsatz. Auch 2012 hatte bereits ein leichtes Minus gestanden.

Fundel hatte Anfang 2013 erklärt, dass Überkapazitäten in der Luftfahrtindustrie, Preiserhöhungen durch stark gestiegene Kerosinkosten und die Ticketsteuer die deutschen Airlines belasteten.

Vom verregneten Frühsommer profitiert

Derzeit gebe es in beliebten Reisezielen wie Ägypten, Tunesien, oder der Türkei politische Unruhen, so dass sich Urlauber mit Flugreisen dorthin zurückhielten. Positiv habe im ersten Halbjahr indes der verregnete Frühsommer zu Buche geschlagen, sagte Fundel. "So mancher, der gar nicht wegfliegen wollte, hat es dann doch getan." In den ersten sechs Monaten zählte der Airport rund 4,425 Millionen Passagiere. Das entspricht einem leichten Rückgang von 1,3 Prozent.

Bei den Flugbewegungen stand ein Minus von 7,7 Prozent. 52.593 Starts und Landungen wurden von Januar bis Juni verbucht. "Unsere Bewegungszahlen sind weiter rückläufig, weil die Airlines verstärkt auf größeres Fluggerät setzen", erklärte Fundel. Das bedeute zwar weniger Beschäftigte und weniger Umsatz. Allerdings würden so Kapazitäten auf den Start- und Landebahnen frei, so dass der Flughafen in anderer Form profitiere.

Von: dpa-AFX
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