Flughafen-Streik drückt Passagierzahlen der Lufthansa Group

11.05.2016 - 16:10 0 Kommentare

Die Lufthansa Group hat im April weniger Fluggäste abgefertigt - verursacht durch die Verdi-Streiks an den deutschen Airports. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, der die Zahlen gedrückt hat.

Zwei Passagiere blicken am Frankfurter Flughafen durch ein Fester. Im Hintergrund steht eine Passagiermaschine der Lufthansa. - © © dpa - Boris Roessler

Zwei Passagiere blicken am Frankfurter Flughafen durch ein Fester. Im Hintergrund steht eine Passagiermaschine der Lufthansa. © dpa /Boris Roessler

Der Verdi-Streik an mehreren deutschen Flughäfen hat die Lufthansa im April spürbar ausgebremst. Zusammen mit ihren Töchtern Eurowings, Swiss und Austrian Airlines beförderte Europas größte Fluggesellschaft gut 8,9 Millionen Fluggäste und damit zwei Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie sie jetzt in Frankfurt mitteilte.

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hatte am 27. April mehrere große deutsche Flughäfen getroffen. Die Kerngesellschaft Lufthansa musste fast 900 Flüge streichen. Hinzu kam, dass die reisestarken Ostertage im Gegensatz zum Vorjahr diesmal in den März fielen.

Die Auslastung der Passagierjets ging konzernweit um rund zwei Prozentpunkte auf rund 76 Prozent zurück. Im Frachtgeschäft verzeichnete die Lufthansa indes eine leichte Aufwärtsentwicklung: Die verkaufte Verkehrsleistung ging um 2,5 Prozent nach oben. Die Auslastung der Frachträume stieg leicht um 0,4 Prozentpunkte auf rund 67 Prozent.

Diese Statistik zeigt die Passagierzahlen und die Sitzauslastung der Lufthansa Group im Zeitraum von April 2015 bis April 2016.

Bei der Hauptmarke Lufthansa ging das Passagieraufkommen um rund vier Prozentpunkte auf 5,1 Millionen zurück. Die Maschinen waren zu rund 76 Prozent ausgelastet. Das sind zwei Prozent weniger als noch im Vorjahresmonat.

Einen Rückgang um vier Prozent musste die Swiss hinnehmen, was die Auslastung angeht. Die Schweizer Airline registrierte einen Wert von knapp 79 Prozent. Bei den Passagieren ging der Wert um zwei Prozent nach unten. Insgesamt transportierte die Fluggesellschaft im April 1,5 Millionen Reisende.

© AirTeamImages.com, HAMFive Lesen Sie auch: Quartals-Bilanz: IAG vor Lufthansa Group und Air France-KLM

Bei Austrian Airlines ging die Zahl der Fluggäste um einen Prozentpunkt auf 921.000 zurück. Dafür waren die Maschinen etwas besser gefüllt als noch im April 2015. Der Sitzladefaktor legte um einen Prozentpunkt auf 74,5 Prozent zu.

Die Lufthansa Group weist auch die Zahlen ihrer neuen Billigtochter Eurowings aus, deren Kapazität in letzter Zeit ausgebaut wird. Die Eurowings fertigte im April 1,4 Millionen Passagiere ab. Das entspricht einem Plus von drei Prozent. Der Sitzladefaktor entwickelte sich jedoch negativ. Er ging um einen Prozentpunkt auf rund 76 Prozent zurück.

Von: ch, dpa-AFX
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