"Identifikation und Zusammenhalt"

Flughafen München will Marke stärken

11.07.2012 - 10:22 0 Kommentare

Der Flughafen München investiert in sein Image. Eine Agentur soll eine neue Markenidentität für den Flughafen entwickeln. Damit will der Flughafen trotz - oder gerade wegen - des negativen Bürgerentscheids vor allem nach innen "Identifikation und Zusammenhalt" schaffen.

Der Tower des Flughafens München spiegelt sich in einer gegenüberliegenden Fensterfront. - © © dpa - Peter Kneffel

Der Tower des Flughafens München spiegelt sich in einer gegenüberliegenden Fensterfront. © dpa /Peter Kneffel

Der Flughafen München startet ein konzernweites Markenprojekt. Ziel sei die Schaffung einer neuen Markenidentität für den gesamten Konzern, teilte der Flughafen gemeinsam mit der Werbeagentur Interbrand mit.

Die internationale Markenberatungs-Agentur hatte sich in einem Pitch gegen andere Agenturen durchgesetzt und begleitet nun den Prozess aus Markenanalyse, -bewertung, -positionierung und -weiterentwicklung.

Seit seiner Eröffnung im Jahr 1992 sei aus einem Airport mit regionaler Bedeutung ein Drehkreuz von internationalem Rang geworden. Dieser Entwicklung solle nun mit einem umfassenden Markenprojekt Rechnung getragen werden. "Im Hinblick auf unsere zukünftige Entwicklung und Ausrichtung ist das Markenprojekt eines der wichtigsten strategischen Themen", begründet Michael Otremba, Leiter der Abteilung "Werbung, Marketing und Medien" am Flughafen, die Entscheidung für die Überarbeitung.

Dabei möchte der Flughafen trotz - oder gerade wegen - des Münchner Bürgerentscheids gegen einen weiteren Ausbau über gemeinsames Markenverständnis vor allem nach innen "Identifikation und Zusammenhalt" schaffen.

"Wir haben unabhängig vom Ausgang des Bürgerentscheids beschlossen, uns [weiter] mit der Ausrichtung der Marke zu beschäftigen", sagte Otremba auf airliners.de-Anfrage. Die Flughafen-Mitarbeiter seien allerdings schon vorher die wichtigste Zielgruppe im Markenprojekt gewesen.

"Nach dem negativen Bürgerentscheid ist eine starke Marke gerade auch als Orientierung und Fixstern für uns noch wichtiger geworden, um einen Identifikationsanker nach innen für die Mitarbeiter bieten zu können, und für unsere erfolgreiche Positionierung im globalen Wettbewerb", so Otremba.

Mitte Juni hatten die Bürger der bayerischen Landeshauptstadt allerdings den Bau einer dritten Start- und Landebahn in einem Bürgerentscheid klar abgelehnt. Die beiden Flughafen-Gesellschafter Bayern sowie der Bund beschlossen dennoch, die Planungen für die Airport-Erweiterung fortzuführen. Die Stadt München als kleinster der drei Gesellschafter sieht sich dagegen an das Bürgervotum gebunden. Da der Bau der dritten Startbahn nur mit Zustimmung aller drei Gesellschafter möglich ist, liegt das Projekt derzeit auf Eis.

Von: airliners.de
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