Flughafen München beginnt mit Probebetrieb im neuen Satelliten

12.01.2016 - 12:19 0 Kommentare

Ab sofort laufen am Flughafen München Probepassagiere durch das neue Satellitengebäude. Vor der für April geplanten Eröffnung der Terminal-2-Erweiterung sollen alle Abläufe unter realistischen Bedingungen getestet werden.

Steffen Weiss und seine Kollegen am Flughafen München sorgen dafür, dass zur Eröffnung des Satelliten im April alle Prozesse reibungslos ablaufen.

Steffen Weiss und seine Kollegen am Flughafen München sorgen dafür, dass zur Eröffnung des Satelliten im April alle Prozesse reibungslos ablaufen.
© Flughafen München

Von außen betrachtet ist das neue Satellitengebäude am Münchner Flughafen nahezu fertiggestellt.

Von außen betrachtet ist das neue Satellitengebäude am Münchner Flughafen nahezu fertiggestellt.
© FMG - Werner Hennies

Darstellung eines Wagens des neuen Personentransportsystems am Flughafen München, das einmal Terminal 2 und das neue Satellitenterminal verbinden soll.

Darstellung eines Wagens des neuen Personentransportsystems am Flughafen München, das einmal Terminal 2 und das neue Satellitenterminal verbinden soll.
© Flughafen München

Im neuen Satellitengebäude auf dem Vorfeld des Terminal 2 am Münchner Flughafen hat am Dienstag der "integrierte Probebetrieb" mit externen Testpassagieren begonnen. An insgesamt 20 Testtagen sollen vor der geplanten Eröffnung im April alle Abfertigungsprozesse geprobt werden, sagte eine Sprecherin des Flughafens gegenüber airliners.de.

Bis zum Ende der Tests im März werden insgesamt rund 2800 Statisten an den Tests teilnehmen. An einem typischen Probebetriebstag ist die Teilnahme von rund 100 Probebetriebspassagieren geplant. Bei zwei Massen-Testläufen sind jeweils 500 Statisten vorgesehen.

Durch eine möglichst realitätsnahe Simulation der Passagierabfertigung mit Laien soll unter anderem herausgefunden werden, ob sich Fluggäste im neuen Gebäude zurechtfinden und ob die Boarding- und Umsteigeprozesse in der vorgesehenen Zeitspanne funktionieren. Gleichzeitig können die verschiedenen technischen Systeme und Prozesse im Zusammenspiel geprobt werden, um mögliche Schwachstellen bereits vor der Eröffnung zu erkennen und zu korrigieren.

Damit zur Eröffnung der Betrieb reibungslos anlaufen kann, hatte vor den Passagiertests bereits die sogenannte "Familiarisierung" im neuen Satelliten begonnen. Dabei proben seit Herbst hunderte Mitarbeiter die Arbeitsabläufe an ihren neuen Arbeitsplätzen. Die internen Tests schließen auch den neuen unterirdischen Zug ein, der Passagiere und Mitarbeiter künftig in knapp einer Minute zwischen Satellit und Terminal 2 transportieren wird.

© dpa, Sven Hoppe Lesen Sie auch: Fünf Fragen an den Münchner Flughafenchef Michael Kerkloh

Wie bereits das Terminal 2, wird auch der Satellit im Rahmen eines Joint Ventures zwischen der Flughafenbetreibergesellschaft FMG und der Lufthansa im Verhältnis 60 zu 40 gemeinsam finanziert, errichtet und betrieben. Der Münchner Airport gewinnt durch das neue Passagiergebäude eine zusätzliche Kapazität von elf Millionen Passagieren im Jahr. Darüber hinaus werden die Gebäudepositionen für Flugzeuge im Bereich des Terminals 2 von 24 auf 51 mehr als verdoppelt.

Von: dh
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