Flughafen Magdeburg/Cochstedt verhandelt nach Insolvenzantrag mit Investoren

11.04.2016 - 13:48 0 Kommentare

Wie es mit dem Flughafen Magdeburg/Cochstedt weitergeht, ist derzeit offen. Nach einem Insolvenzantrag wird ein neuer Investor gesucht, mit einigen Interessenten wird derzeit verhandelt.

Blick auf den Flughafen Magdeburg-Cochstedt - © © dpa - Jens Wolf

Blick auf den Flughafen Magdeburg-Cochstedt © dpa /Jens Wolf

Der Flughafen Magdeburg/Cochstedt sucht nach seinem Insolvenzantrag einen neuen Investor. Derzeit werde mit einer Handvoll möglicher Interessenten verhandelt, sagte Sprecher Jens Galkow am Montag. Womöglich sei Ende April oder Anfang Mai absehbar, wie es weitergehe. Derzeit erhielten die 58 Beschäftigten Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit. Der Flugbetrieb mit Frachtmaschinen oder auch Sportflugzeugen laufe normal weiter.

Die Flughafengesellschaft hatte bereits im Januar eine Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt, wie das Unternehmen erst jetzt mitteilte, nachdem die "Magdeburger Volksstimme" darüber berichtet hatte. Bei einer Insolvenz bleibt das Management im Amt, jedoch wird ein Sachwalter beauftragt, die Geschäfte zu überwachen.

2010 an dänischen Investor verkauft

Der Flughafen Flughafen Magdeburg/Cochstedt war einst ein russischer Militärflughafen und wurde nach der Wende vom Land ausgebaut. Weil der Flughafen allerdings nicht aus den roten Zahlen kam, verkaufte das Land ihn 2010 für gut eine Million Euro an einen dänischen Investor. Nach Angaben des Sprechers wird der Flughafen auch für 2015 voraussichtlich einen Verlust ausweisen. Seit der Übernahme seien rund 30 Millionen Euro in das Projekt investiert worden.

Zeitweise war Magdeburg/Cochstedt von Billigfliegern genutzt worden. Ryanair hatte den Airport seit der Eröffnung im Jahr 2011 angeflogen, den Verkehr im November 2013 aber eingestellt.

© dpa, Jens Wolf Lesen Sie auch: Sachsen-Anhalt stellt mit neuem Luftverkehrskonzept die Weichen

Von: gk, dpa
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