Flughafen Lübeck will neues Terminal bauen

28.08.2017 - 14:25 0 Kommentare

Im kommenden Jahr sollen am Airport Lübeck wieder Linienflüge abgefertigt werden. Flughafen-Chef Jürgen Friedel kündigt nun ein neues Terminal an - und hat dabei bestimmte Airline-Kunden im Hinterkopf.

Jürgen Friedel. - © © Flughafen Lübeck -

Jürgen Friedel. © Flughafen Lübeck

Anlässlich seines 100. Geburtstags am Wochenende (2. und 3. September) will der Flughafen Lübeck-Blankensee Entwürfe für den Bau eines neuen Terminalgebäudes einstellen. "Wir wollen weg vom Image eines Flughafens der Low-Cost-Airlines und dazu gehört auch ein attraktives Abfertigungsgebäude", sagte Flughafen-Chef Jürgen Friedel.

Die Pläne sähen eine modulare Bauweise vor, zunächst sollen zwei Module verwirklicht werden, die für die Abfertigung von bis zu 600.000 Fluggästen ausgelegt seien, sagte er. Mit einem Baubeginn wird 2018 gerechnet.

Derzeit starten und landen in Lübeck nur kleinere Geschäftsflugzeuge und Sportflieger. "Doch wir wollen unbedingt wieder Linienflugbetrieb etablieren", so Flughafen-Sprecherin Stefanie Eggers. Es dauere aber seine Zeit, den Betrieb wieder hochzufahren.

Airport in Besitz eines Lübecker Unternehmers

Als letzte Airline zog sich Wizz Air im vergangenen Jahr aus Lübeck zurück, die irische Ryanair hatte den Flugbetrieb dort bereits 2014 aufgegeben und war nach Hamburg gewechselt.

© dpa, Maja Hitij Lesen Sie auch: Flughafen Lübeck will 2018 wieder Linienflüge abfertigen

Seit Juli 2016 gehört der Flughafen dem Lübecker Unternehmer Winfried Stöcker. Er übernahm den Airport, nachdem der Chinese Cheng Yongqiang als zweiter Investor nach nur einem Jahr abgesprungen war und den Flughafen in die Insolvenz getrieben hatte. Dessen Vorgänger, der ägyptische Geschäftsmann Mohamad Rady Amar, war 2014 nach einem ebenfalls nur kurzen Gastspiel untergetaucht.

Auseinandersetzung über den Ausbau

Auch das seit 2014 ruhende Verfahren beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Schleswig um den Ausbau des Flughafens soll noch in diesem Jahr wieder aufgenommen werden. "Der neue Flughafenbetreiber hat die Beiladung beantragt, der zuständige Senat wird demnächst über den Antrag beraten", sagte die Pressesprecherin des OVG, Christine Nordmann. Friedel sagte: "Wir rechnen noch in diesem Jahr mit einer mündlichen Verhandlung."

Die Nachbargemeinde Gemeinde Groß Grönau klagt seit 2009 gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Flughafenausbau. Einen Verhandlungstermin gab es bislang nicht.

Von: cs mit Material von dpa-AFX
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