Flughafen Hahn kann neuen Frachtkunden hinzugewinnen

07.11.2016 - 15:15 0 Kommentare

Das Thema Luftfracht ist für die Zukunft des Flughafens Hahn nicht unerheblich. Jetzt wurde am Airport eine Maschine von Air Atlanta Icelandic stationiert. Mit ihr sollen nicht nur Cargoflüge in die USA durchgeführt werden.

Senator International wird mit der Boeing 747-400F der Air Atlanta Icelandic wöchentliche Frachtfüge in die USA abwickeln.  - © © Flughafen Hahn -

Senator International wird mit der Boeing 747-400F der Air Atlanta Icelandic wöchentliche Frachtfüge in die USA abwickeln. © Flughafen Hahn

Ein Investor für den Airport Hahn wird derzeit zwar noch gesucht, aber zumindest einen neuen Kunden haben die Flughafenbetreiber jetzt finden können: Eine Boeing 747-400F der isländischen Air Atlanta Icelandic ist jetzt am Airport staioniert worden. Darüber informierte das Unternehmen.

Mit dem Flugzeug werde die Spedition Senator International wöchentliche Frachtfüge in die USA abwickeln. Ziel sei der Flughafen Greenville-Spartanburg in South Carolina, hieß es weiter. Eine weitere wöchentliche Direktverbindung mit der Maschine sei zwischen dem Flughafen München und den USA geplant. Für die übrigen drei Tage in der Woche werde die Boeing am Hahn stationiert und durch einen Charter-Broker vermarktet.

Erst vor wenigen Wochen hatte der Airport mit der lettischen RAF Avia eine neuen Frachtkundin gewinnen können. Sie stationierte zwei Flugzeuge am Hahn.

Cargogeschäft bereitet einige Sorgen

Allerdings hatte der Flughafen in der Vergangenheit auch Rückschläge im Cargogeschäft hinnehmen müssen. Beispielsweise verringerte die aserbaidschanische Silk Way Airlines die Zahl ihrer wöchentlichen Flüge zum vergangenen Sommerflugplan von sieben auf vier.

Und Anfang vergangenen Jahres hatten sich Air China Cargo und Yangtze River Express - damals größter Frachtkunde - vom Hahn verabschiedet. Vor allem deswegen war das Frachtvolumen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um fast 40 Prozent auf rund 79.700 Tonnen gesunken.

© dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Hahn-Chef rechnet mit leichtem Rückgang bei den Passagierzahlen

Der Flughafen Hahn gehört zum Großteil Rheinland-Pfalz und zum kleinen Teil Hessen und soll seit geraumer Zeit verkauft werden. Derzeit sind noch sechs Bieter im Rennen. Zuvor war ein Verkaufsversuch an einen dubiosen chinesischen Investor gescheitert.

Alle Meldungen zu den Entwicklungen am Airport finden Sie auf unserer Themenseite zum Flughafen Hahn.

Von: gk
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