Flughafen Hahn und Ex-Chef schließen Vergleich

02.12.2015 - 17:07 0 Kommentare

Der einstige Chef des Flughafens Hahn, Heinz Rethage, hat im Streit um eine zusätzliche Vergütung vor Gericht einen Vergleich akzeptiert. Ursprünglich hatte er Boni in mehr als der doppelten Höhe gefordert.

Eine Fluggastbrücke steht am Airport Frankfurt-Hahn. - © © dpa - Fredrik von Erichsen

Eine Fluggastbrücke steht am Airport Frankfurt-Hahn. © dpa /Fredrik von Erichsen

Im Streit um seine zusätzliche Vergütung hat der geschasste Ex-Chef des Hunsrück-Flughafens Hahn, Heinz Rethage, einen Vergleich akzeptiert. Auf Anraten des Landgerichts Bad Kreuznach einigte er sich am Mittwoch mit der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH (FFHG) auf eine Summe von 10.000 Euro, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Ursprünglich habe Rethage Boni von insgesamt rund 24.000 Euro gefordert. Die FFHG habe ihm zunächst aber nur eine vierstellige Summe ausgezahlt. Der Vergleich ist der Gerichtssprecherin zufolge bereits rechtskräftig.

Rethage war von Februar 2013 bis Mai 2014 Geschäftsführer des defizitären Flughafens. Er brachte ein Sanierungsprogramm auf den Weg. In seine Zeit fielen aber auch Querelen. Beispielsweise wurde gegen ihn wegen angeblicher Bespitzelung des Betriebsrates ermittelt. Die Vorwürfe waren aber haltlos, die Staatsanwaltschaft stellte die Ermittlungen ein.

Nach seiner Zeit am Flughafen Hahn war er bis Ende 2014 im rheinland-pfälzischen Innenministerium tätig, um von dort aus dem Airport bei Projekten weiter zur Seite zu stehen. Später trat Rethage zeitweise als FDP-Wahlkämpfer und Hahn-Kritiker auf.

dpa, Thomas Frey Lesen Sie auch: Flughafen Hahn: Geschäftsführer Rethage muss gehen

Von: gk, dpa
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