Flughafen und Gemeinde Schönefeld vereinbaren engere Zusammenarbeit

21.11.2018 - 14:57 0 Kommentare

Rund zwei Jahre vor der geplanten Inbetriebnahme des Flughafens BER wollen Flughafengesellschaft und die Gemeinde Schönefeld ihre Zusammenarbeit intensivieren.

Blick auf den Berliner Flughafen Schönefeld. - © © FBB -

Blick auf den Berliner Flughafen Schönefeld. © FBB

Dazu unterzeichneten Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup und Bürgermeister Udo Haase (parteilos) am Mittwoch eine Grundsatzerklärung. Dabei geht es um den weiteren Bau von Straßen, die Entwicklung von Gewerbegebieten oder auch die Verlängerung der Berliner U-Bahnlinie 7, für die derzeit eine Machbarkeitsstudie erstellt wird. Der neue Großflughafen soll nach jahrelangen Verzögerungen nun im Oktober 2020 in Betrieb gehen.

"Die Inbetriebnahme 2020 ist in Sichtweite. Deshalb werden wir die langjährige gute Zusammenarbeit noch engagierter fortschreiben und gemeinsam die positiven Standortfaktoren der Flughafenregion stärken", erklärte Lütke Daldrup. Bürgermeister Haase sagte: "Der Flughafen und die Gemeinde Schönefeld gehören zusammen." Weitere Anstrengungen seien für beide Seiten wichtig.

ÖPNV-Anbindung für beide wichtig

Ziel sei die gesicherte Erreichbarkeit des Flughafens, sagte Lütke Daldrup. Dabei geht es darum, dass Passagiere oder auch Mitarbeiter des Flughafens die Terminals auch dann erreichen können, wenn es auf einem der Zufahrtswege Sperrungen gibt. Ziel sei aber auch, möglichst viele Menschen über den öffentlichen Nahverkehr zu transportieren - der Anteil soll bei etwa zwei Dritteln liegen. Direkt unter dem Flughafen solle es einen großen Bahnhof mit S-Bahn, Regionalbahn, ICE und einem Airport-Express unter anderem zum Berliner Hauptbahnhof geben.

Bürgermeister Haase drängte zudem auf die Verlängerung der U-Bahnlinie 7. Die Verlängerung dürfe allerdings nicht wie teils geschätzt 15 Jahre dauern, forderte Haase. Die U7 führt von Spandau nach Rudow. Von dort sind es noch rund drei Kilometer zum S-Bahnhof Schönefeld und gut sechs Kilometer zum künftigen BER-Terminal. Schätzungen zufolge dürfte die Verlängerung etwa eine Milliarde Euro kosten.

Vermarktung von Gewerbegebieten

Neben den Verkehrsprojekten wollen Flughafen und Gemeinde auch bei der Vermarktung von Gewerbegebieten in unmittelbarer Nähe des neuen Flughafens kooperieren. Dort sollen vor allem Unternehmen angesiedelt werden, die den Luftfahrtknoten für ihre Geschäfte benötigen.

Zu jüngsten Medienberichte über Wasser in Kabelschächten an der Süd-Piste sagte Lütke Daldrup: "Das wirft mich überhaupt nicht zurück." Die Probleme seien seit 2016 bekannt und würden nun beseitigt, damit man diese eigentlich erst in einigen Jahren notwendige Sanierung nicht nach der Eröffnung bei laufendem Flugbetrieb machen müsse.

Von: dpa, br
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