Flughafen Frankfurt: Ryanair-Pläne treffen auf weiteren Widerstand

30.11.2016 - 16:20 0 Kommentare

Hessische Kommunalpolitiker haben jetzt an Landes-Wirtschaftsminister Al-Wazir appelliert, die geplante neue Gebührenstaffel für den Flughafen Frankfurt nicht zu genehmigen. Den Airport will demnächst auch Ryanair anfliegen.

Eine Ryanair-Maschine steht am Flughafen Frankfurt. - © © dpa - Andreas Arnold

Eine Ryanair-Maschine steht am Flughafen Frankfurt. © dpa /Andreas Arnold

Im Streit um die Ansiedlung der Billig-Airline Ryanair am Frankfurter Flughafen haben Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann und der Groß-Gerauer Landrat Thomas Will das Land zum Handeln aufgefordert. Grünen-Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir dürfe die vom Flughafenbetreiber Fraport geplante neue Gebührenstaffel nicht genehmigen, verlangten jetzt die beiden SPD-Kommunalpolitiker.

Die lange Reihe nicht eingehaltener Versprechen beim Flughafen dürfe nicht durch die Zulassung geringerer Entgelte für den Billigflieger verlängert werden, hieß es weiter. Im Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau von Deutschlands größtem Airport sei den Lärmbetroffenen versprochen worden, dass die Erweiterung nicht den Billigfliegern diene.

Al-Wazir hatte vergangene Woche im hessischen Landtag gesagt, dass ein Verkehrsflughafen allen zugelassenen Luftfahrtunternehmen offen stehe. Ryanair will am Heimat-Drehkreuz der Lufthansa im kommenden März eine Basis eröffnen und zwei Flugzeuge stationieren. Flughafenbetreiber Fraport will den Iren dabei Rabatte einräumen, die sofort auf Kritik aus der Branche gestoßen sind und im Rahmen der neuen Entgeltordnung des Flughafens noch genehmigt werden müssen.

© dpa, Andreas Arnold Lesen Sie auch: Ryanair-Pläne sorgen weiter für Diskussionen in hessischer Landespolitik

Von: dpa, gk
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