Flughafen Frankfurt weist Bericht über Sicherheitslücke zurück

09.03.2015 - 10:23 0 Kommentare

Ein Zeitungsreporter will eine Sicherheitslücke am Flughafen Frankfurt aufgedeckt haben. Doch die Airport-Betreiber weisen die Vorwürfe zurück - und haben dafür gute Gründe.

Von der Fraport veröffentlichtes Foto zu einer angeblichen Lücke im Sicherheitszaun.

Von der Fraport veröffentlichtes Foto zu einer angeblichen Lücke im Sicherheitszaun.
© Fraport

Von der Fraport veröffentlichtes Foto zu einer angeblichen Lücke im Sicherheitszaun.

Von der Fraport veröffentlichtes Foto zu einer angeblichen Lücke im Sicherheitszaun.
© Fraport

Am Flughafen Frankfurt klafft nach einem Zeitungsbericht eine Sicherheitslücke. Laut der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" ("FAS) konnte ein Reporter binnen zehn Minuten mit einer großen Tasche unbehelligt von einer öffentlichen Straße bis zum Flugvorfeld vordringen. Deutschlands größter Airport wies den Vorwurf als "falschen Alarm" zurück.

Mit einer gelben Warnweste habe der Reporter ohne weitere Hilfsmittel mehrere Schranken passiert, berichtet die Zeitung. Mit einer Internet-Recherche habe er zuvor ein Tor der "Cargo City Nord" als Sicherheitslücke entdeckt.

Eine Sprecherin der Flughafen-Betreiberin Fraport betonte dagegen: "Es gibt keine Sicherheitslücke. Alle Sicherheitsvorkehrungen haben gegriffen. Der Reporter war zu keiner Zeit im sicherheitsrelevanten Bereich." Er sei nur durch ein automatisches Tor zur Verkehrsregelung gegangen, am Luftfrachtzentrum für verderbliche Waren vorbei zu einem verschlossenen Tor des Sicherheitsbereichs gelaufen, abgebogen und auf einem Hinterhof des Betriebsgeländes vom Sicherheitspersonal angesprochen worden. Das habe ihn "vom Gelände eskortiert".

Keine Lücke im Sicherheitszaun

In einer früheren Version "FAS"-Artikels war der Eindruck entstanden, der Reporter hätte durch eine Lücke im Zaun schlüpfen und auf das Flugvorfeld gelangen können. Die Fraport veröffentlichte allerdings Bilder, auf denen eindeutig zu erkennen war, dass es diese Lücke im Sicherheitszaun nicht gibt. Die "FAS" änderte daraufhin den Beitrag.

Für die Sicherung der einzelnen Betriebsbereiche sind nach Fraport-Angaben die jeweiligen Firmen selbst verantwortlich. Bei dieser Form der Sicherung gehe es in erster Linie um Schutz vor unbefugtem Zutritt und Diebstahl. Dennoch würden die in dem Bericht dargestellten Hinweise von Fraport nun ernsthaft mit den zuständigen Unternehmen, insbesondere auch in deren eigenem Interesse, aufgearbeitet, hieß es weiter.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Schwere Sicherheitsmängel am Flughafen Frankfurt am Main

2014 war es am Flughafen Prüfern der EU-Kommission bei jedem zweiten Versuch gelungen, Waffen oder gefährliche Gegenstände durch die Passagierkontrolle zu schmuggeln. Die Fraport kündigte damals Verbesserungen an. Die Sprecherin sagte jetzt, mit diesen Kontrollen innerhalb der Terminals habe der Test der FAS auf dem Außengelände ohnehin nichts zu tun. "Da würde man Äpfel mit Birnen vergleichen."

Von: dpa-AFX, airliners.de
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