Flughafen Düsseldorf muss für weiteres Wachstum wichtige Hürde nehmen

31.03.2016 - 15:35 0 Kommentare

Mehr Passagiere, mehr Umsatz, mehr Gewinn: Der Flughafen Düsseldorf hat im vergangenen Jahr weiter zulegen können. Damit der Airport diesen Kurs fortsetzen kann, hat ein Thema höchste Priorität, sagen die Flughafenchefs.

Die beiden Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens: Ludger Dohm (li.) und Thomas Schnalke - © © Düsseldorf Airport -

Die beiden Geschäftsführer des Düsseldorfer Flughafens: Ludger Dohm (li.) und Thomas Schnalke © Düsseldorf Airport

Die Geschäfte des Flughafens Düsseldorf haben sich im vergangenen Jahr deutlich positiv entwickelt. Der Umsatz stieg im Vergleich zu 2014 um 23,4 Millionen Euro auf 449 Millionen Euro. Gleichzeitig kletterte der Gewinn um 10,8 Millionen Euro auf 53,7 Millionen Euro. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervor, den der drittgrößte deutsche Airport am Donnerstag veröffentlicht hat.

Bei den Passagierzahlen hatte der Flughafen im vergangenen Jahr mit rund 22,5 Millionen Fluggästen zum sechsten Mal in Folge einen neuen Rekord erzielen können - trotzdem bleiben die Flughafenbetreiber zurückhaltend. "Verglichen mit den anderen deutschen Flughäfen fällt unser Passagierwachstum geringer aus", so die Airport-Chef Ludger Dohm und Thomas Schnalke im Vorwort des Geschäftsberichts.

Als Grund wird eine "Wachstumsbegrenzung durch die derzeitige Betriebsgenehmigung" genannt. Während der Flughafenverband ADV für die deutschen Flughäfen für 2015 ein durchschnittliches Wachstum der Passagierzahlen von 3,9 Prozent angibt, liegt es in Düsseldorf bei 2,9 Prozent.

Änderungsantrag ist bereits auf dem Weg

Deshalb hatte der nordrhein-westfälische Airport bereits im Februar 2015 eine Änderung der Betriebsgenehmigung beim nordrhein-westfälischen Bau- und Verkehrsministerium beantragt. Nach einigen Nachbesserungen wurde der Antrag vor wenigen Tagen erneut eingereicht.

Er habe für den Flughafen höchste Priorität, so Dohm und Schnalke. Als weitere Herausforderungen für 2016 hatte Dohm im airliners.de-Interview zuvor bereits Themen wie Customer Excellence, Digitalisierung und Nachhaltigkeit genannt.

Beim Antrag - zu den Hintergründen gibt es hier weitere Informationen - geht es nicht um einen Ausbau des Flughafens, sondern um die bessere Ausnutzung der vorhandenen technischen Kapazitäten. Unter anderem sollen zukünftig in Düsseldorf in Spitzenzeiten pro Stunde zusammengerechnet bis zu 60 Flüge starten und landen dürfen. Heute sind es maximal 47 Slots. Möglich machen sollen das eine optimierte Nutzung des bestehenden Zweibahn-Systems und acht neue Abstellpositionen.

© Flughafen Düsseldorf, Andreas Wiese Lesen Sie auch: Das sind die neuen Sommer-Verbindungen ab Düsseldorf

Von: gk
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG Übernahmen treiben Fraport an

    Das Ergebnis des Flughafenbetreibers Fraport legt im ersten Halbjahr zweistellig zu. Dies geht unter anderem auf die Übernahme von griechischen Airports zurück. Auch die Übernahme von zwei brasilianischen Flughäfen wirkt sich auf Zahlen aus.

    Vom 03.08.2017
  • Blick auf die Start- und Landebahn am Flughafen Salzburg. Gewinn des Flughafens Salzburg geht zurück

    Das Betriebsergebnis (Ebit) des Flughafens Salzburg ist im vergangenen Jahr um rund 24 Prozent auf 5,1 Millionen Euro gesunken. Wie der Airport mitteilte, ging der Umsatz um 4,3 Prozent auf 63,9 Millionen zurück. Die Eigenkapitalrendite blieb bei etwa fünf Prozent gleich.

    Vom 21.06.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus