Flughafen Düsseldorf beantragt Änderung der Betriebsgenehmigung

27.02.2015 - 16:06 0 Kommentare

Der Flughafen Düsseldorf will in Spitzenzeiten mehr Flugverkehr abwickeln. Ein entsprechender Antrag zur Änderung der Betriebsgenehmigung muss von der Landesregierung genehmigt werden. Doch es gibt Widerstand.

Ein Flugzeug der Lufthansa am Flughafen Düsseldorf.  - © © dpa - Oliver Berg

Ein Flugzeug der Lufthansa am Flughafen Düsseldorf. © dpa /Oliver Berg

Der Düsseldorfer Flughafen hat jetzt wie angekündigt bei der Landesregierung eine Ausweitung seiner Kapazitäten in Spitzenzeiten beantragt. «Wir brauchen diese Entwicklungsperspektive», teilte Airport-Geschäftsführer Thomas Schnalke am Freitag mit. Darum habe man beim Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen einen Antrag auf Planfeststellung mit Änderung der Betriebsgenehmigung gestellt.

So sollen während der Spitzenzeiten tagsüber künftig 60 statt bislang 47 Starts und Landungen pro Stunde erlaubt sein. Mit acht zusätzlichen Abstellpositionen auf dem Flughafengelände soll die Infrastruktur des Airports der erwarteten Verkehrsentwicklung angepasst werden.

Die Grünen-Fraktion im Landtag lehnte die Kapazitätserweiterung postwendend ab. Durch eine Genehmigung wäre der vor 50 Jahren mit den Anwohnergemeinden geschlossene Vergleich verletzt. Der Antrag würde zu einer unzumutbaren Mehrbelastung der Bevölkerung durch Fluglärm führen, befand der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Arndt Klocke.

© Lufthansa, Lesen Sie auch: Flughafen Düsseldorf überarbeitet Teile seines Ausbauantrags

Der widersprach der Flughafen. Der sogenannte "Angerlandvergleich", eine seit 50 Jahren bestehende Vereinbarung mit Nachbargemeinden, bleibe gewahrt. Man habe zudem bereits mit inhaltlichen Änderungen des Antrags zentrale Bedenken der Anwohner entkräftet. So wollte der Airport urspünglich beantragen, die Zahl der Starts und Landungen frei über das Jahr verteilen zu können. Das Nachtflugverbot werde zudem nicht angetastet. Außerdem wolle der Airport weitere 20 Millionen Euro für den Lärmschutz der Anwohner bereitstellen.

Von: dpa, AFP, airliners.de
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