Flughafen Dortmund verliert Auftrag zur Fluggastkontrolle

04.06.2014 - 11:53 0 Kommentare

Die Bezirksregierung Münster hat die Fluggastkontrollen am Dortmund Airport neu vergeben. Nach mehr als zwei Jahrzehnten wird nun ab Anfang 2015 ein neuer Dienstleister den Auftrag übernehmen.

Stele vor dem Flughafen Dortmund. - © © Dortmund Airport - Frank Peterschröder

Stele vor dem Flughafen Dortmund. © Dortmund Airport /Frank Peterschröder

Am Flughafen Dortmund werden die Passagierkontrollen ab 1. Januar kommenden Jahres nicht mehr vom Airport selbst erledigt. Die Bezirksregierung Münster hat einen entsprechenden Auftrag jetzt an STI Security Training International vergeben, wie es auf Nachfrage von airliners.de hieß. Die STI beschäftigt nach eigenen Angaben derzeit in Wiesbaden und Weeze, sowie an den Zweigstellen Dubai und Melbourne rund 250 Mitarbeiter.

Der Dortmunder Flughafen zeigte sich in einer Mitteilung enttäuscht über den Ausgang des Vergabeverfahrens. Die Bemühungen des Airports zur Sicherung der Arbeitsplätze seien gescheitert, der Auftrag zur Durchführung der Dienstleistung definitiv verloren. "Unsere Anstrengungen müssen sich ab sofort darauf konzentrieren, den Übergang auf den neuen Dienstleister sozialverträglich und in der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu gestalten“, so Flughafen-Geschäftsführer Udo Mager.

Seit mehr als zwei Jahrzenten hatte der Dortmund Airport die Fluggastkontrolle für die Bezirksregierung erledigt. Aufgrund dieser Erfahrung hatte sich Mager Mitte September vergangenen Jahres noch optimistisch gezeigt, dass der Flughafen die Ausschreibung für sich entscheiden könnte.

Von den derzeit rund 100 Mitarbeitern der Luftsicherheit am Dortmunder Flughafen bleiben etwa 30 weiterhin Beschäftigte des Airports und werden beispielsweise in der Personal- und Warenkontrolle eingesetzt, sagte Flughafensprecher Sebastian Scheske. Die übrigen 70 Beschäftigten erhalten im Rahmen eines Betriebsübergangs nach BGB § 613a die Möglichkeit der Weiterbeschäftigung beim neuen Dienstleister.

Warum der Flughafen bei der Auftragsvergabe nicht zum Zuge gekommen ist, liegt vor allem an einem verfahrenstechnischen Punkt. So hätte der am Airport geltende Haustarifvertrag auf Basis des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst der Angebotskalkulation nicht zugrunde gelegt werden dürfen, wie es hieß. Stattdessen hätte nach Angaben der Bezirksregierung Münster der Tarifvertrag für Sicherheitsdienstleistungen zugrunde gelegt werden müssen. Dies sei zwingende Voraussetzung gewesen, um am Vergabeverfahren teilnehmen zu können. Laut Mager habe sich der Flughafen aber in der Situation gesehen, nur ein Angebot auf Basis des gültigen Tarifvertrags abzugeben oder gänzlich auf eine Angebotsabgabe zu verzichten.

Von: airliners.de
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