Bahn-Sanierung Flughafen Bremen geschlossen

06.08.2012 - 12:28 0 Kommentare

Arbeit unter Zeitdruck am Bremer Flughafen: Die Start- und Landebahn bekommt eine neue Asphaltdecke, bis Sonntagmorgen ruht der gesamte Flugbetrieb.

Wo sonst Ferienflieger starten, dröhnen seit der Nacht zu Montag die Asphaltfräsen. Der Flughafen Bremen hat für sechs Tage seinen Betrieb eingestellt, um in einem Rutsch die Start- und Landebahn zu erneuern. «Die Arbeiten laufen im Drei-Schicht-Betrieb», sagte der Sprecher des Flughafens, Florian Kruse, am Morgen.

Innerhalb von 30 Stunden soll die obere Schicht der alten Asphaltdecke der Start- und Landebahn abgefräst werden. Anschließend kommt ein neuer Belag auf die Piste. Außerdem werden mehrere hundert neue Leuchtfeuer eingebaut. Bereits am Sonntag um 6.00 Uhr morgens sollen die Flugzeuge wieder starten und landen können.

Die Piste ist mehr als 2.000 Meter lang und 45 Meter breit. Insgesamt kommen bei den Arbeiten 60.000 Tonnen Material zusammen, die abgefrästen Brocken werden weitgehend wiederverwertet. Die Flughafengesellschaft rechnet mit rund 5,7 Millionen Euro Kosten. Darin ist nach Kruses Angaben allerdings nicht der entgangene Umsatz durch die knapp einwöchige Unterbrechung enthalten.

Für rund 40.000 Passagiere hieß es schon Wochen vor der Schließung, Alternativen zu Bremen zu finden. Viele Flüge wurden auf andere Flughäfen verlegt. Alle Airlines seien frühzeitig über das Vorhaben informiert worden, hatte die Flughafengesellschaft betont. Es sei extra eine verkehrsarme Woche ausgewählt worden. Dennoch hatte es bei Bekanntgabe des Termins vor Monaten Kritik an der Schließung gegeben. So hatte Germania weitergehende Pläne ab Bremen wegen schwieriger Rahmenbedingungen in Frage gestellt.

Aus Sicht der Betreiber gab es zur vorübergehenden Einstellung der Flüge in Bremen keine Alternative. Um eine Decke ohne Querfugen aufbringen zu können, muss durchgehend asphaltiert werden. Bei Arbeiten nur in der Nacht hätten sich die Arbeiten über Monate hingezogen, verbunden mit entsprechender Lärmbelästigung für die Anwohner. Außerdem wäre das Projekt deutlich teuer geworden.

Von: dpa
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