Flughäfen fordern erneute Luftverkehrsverhandlungen mit China

Exklusiv 30.09.2016 - 12:19 0 Kommentare

Das Bundesverkehrsministierum soll die Luftverkehrsverhandlungen mit China wieder aufnehmen. Das hat jetzt der Flughafenverband ADV gefordert. Staatssekretär Barthle verwies auf europäische Verhandlungen.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. - © © Flughafenverband ADV -

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. © Flughafenverband ADV

Der Flughafenverband ADV hat das Verkehrsministerium dazu aufgefordert, die vor einem Jahr abgebrochenen Luftverkehrsverhandlungen mit China wieder aufzunehmen. "Zehn Airports könnten sofort neue Verbindungen anbieten", sagte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel jetzt auf einer Veranstaltung seines Verbandes in Berlin. Das würde auch mehr Touristen nach Deutschland bringen.

"Es ist wie es ist", sagte Norbert Barthle (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, auf der gleichen Veranstaltung. Zunächst solle europäisch verhandelt werden. Danach könnte Deutschland die Gespräche wieder aufnehmen.

Die 28 EU-Verkehrsminister hatten im Juli die Europäische Kommission ermächtigt, Luftverkehrsabkommen auf EU-Ebene aufzunehmen. Hintergrund ist eine einheitliche EU-Außenpolitik in Sachen Luftverkehr, die aufgebaut werden soll.

© airliners.de, Gunnar Kruse Lesen Sie auch: EU-Kommission erhält Mandat für Luftverkehrsverhandlungen

Das Luftverkehrsabkommen zwischen Deutschland und China stammt aus dem Jahr 1978 und wurde zuletzt 1995 geändert. In den nicht öffentlichen Noten zum Abkommen ist unter anderem eine Deckelung der wöchentliche Flüge festgeschrieben.

Flugplandaten zufolge bieten derzeit fünf Airlines nonstop-Passagierflüge zwischen Deutschland und China an. Es handelt sich dabei um Hainan Airlines, China Eastern, China Southern, Air China und Lufthansa. Die beiden letztgenannten Linien haben erst kürzlich eine noch engere Partnerschaft beschlossen.

Von: ch
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