Flughäfen setzen für 2018 auf Wachstum

27.12.2017 - 10:50 0 Kommentare

Die ADV zieht eine vorzeitige Bilanz für das auslaufende Jahr: Wie erwartet steigt die Passagierzahl deutscher Airports auf über 235 Millionen. Und für das kommende Jahr erwartet der Verband noch einmal ein Plus.

Passagiere am Flughafen Berlin-Tegel: Lufthansa und Easyjet kompensieren laut ADV den Air-Berlin-Ausfall. Foto: © dpa - Bildfunk, Gregor Fischer

Die deutschen Flughäfen erwarten für das kommende Jahr trotz der Air-Berlin-Pleite deutlich mehr Passagiere als 2017. Die Passagiernachfrage werde voraussichtlich um 4,2 Prozent und das Frachtaufkommen um 5,1 Prozent steigen, so der Flughafenverband ADV.

Die höheren Fluggastzahlen würden voraussichtlich mit einer besseren Auslastung der Maschinen erreicht, sodass sich die Zahl der Flugbewegungen kaum verändern werde.

Prognosen für 2017 erfüllen sich

Das laufende Jahr werden die Flughäfen wie erwartet mit einem Rekord von rund 235 Millionen Passagieren abschließen, eine deutliche Steigerung um knapp fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit erstmals mehr als fünf Millionen Tonnen erreicht auch die Luftfracht bei einer Steigerung von rund acht Prozent einen neuen Rekordwert.

Einen besonders starken Anstieg erwartet der Flughafenverband für 2018 im Europa-Verkehr mit 5,5 Prozent plus auf dann über 150 Millionen Passagiere. Auch der Interkontinentalverkehr bleibt mit einem Zuwachs von 4,6 Prozent ein wichtiger Wachstumsmotor.

Easyjet und Lufthansa füllen Lücken

Hier könnte im kommenden Jahr ein Wert von 43 Millionen Passagieren erreicht werden. Innerdeutsch werde die Zahl der Passagiere hingegen in etwa gleich bleiben.

Das Wachstum findet trotz des Marktaustritts des ehemals zweitgrößten Anbieters Air Berlin statt. Lufthansa, Easyjet sowie zahlreiche weitere Gesellschaften füllen die Lücken im Angebot nach und nach – beispielsweise mit der Eröffnung der Easyjet-Basis in Berlin-Tegel.

© dpa, Oliver Dietze Lesen Sie auch: ADV: Deutsche Airports legen im November zu

Für die Flughäfen seien die Marktaustritte und die hemmenden ordnungspolitischen Rahmenbedingungen aber weiterhin belastend, erklärte ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.

Von: cs, dpa-AFX
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