"Airlines Financial Monitor"

Fluggesellschaften weiter im Aufwind

30.06.2010 - 17:23 0 Kommentare

Der Aufschwung bei den Fluggesellschaften hält weiter an. Wie die IATA in ihrem aktuellen "Airlines Financial Monitor" für die Monate Mai und Juni feststellt, sind die europäischen Airlines jedoch weiterhin das Schlusslicht der Statistik.

Rollverkehr am Flughafen Frankfurt - © © Fraport -

Rollverkehr am Flughafen Frankfurt © Fraport

Der Aufschwung bei den Fluggesellschaften hält weiter an. Wie die International Air Transport Association (IATA) in ihrem jetzt veröffentlichten „Airlines Financial Monitor“ für die Monate Mai und Juni feststellt, stiegen die Aktienkurse der Fluggesellschaften weltweit seit Jahresbeginn im Schnitt um 7 Prozent.

Bei den europäischen Airlines erholten sich die Kurse nach den Asche-bedingten Einbrüchen vom April nun im Berichtszeitraum wieder um 10 Prozent. Damit lägen sie allerdings noch immer 11 Prozent niedriger als vor dem Vulkanasche-Chaos und 6 Prozent niedriger als im Vorjahr, wie die IATA erklärte.

Demgegenüber seien die Kurse der US-Fluggesellschaften in letzter Zeit stabil gewesen und lägen 20 Prozent über denen vom Vorjahr. Die amerikanischen Fluggesellschaften hätten die Kursverluste, die zwischen 2007 und 2009 verzeichnet wurden, bereits zu 50 Prozent wieder ausgeglichen, so die IATA weiter.

Auch bei den Quartalsbilanzen der Fluggesellschaften seien Verbesserungen zu erkennen. Bei den 62 größten Airlines sei im operativen Bereich insgesamt nahezu wieder der Break-even erreicht, nachdem die Fluggesellschaften im Vorjahreszeitraum noch einen Verlust von insgesamt rund 3 Milliarden US-Dollar verbucht hatten. In diesem Zusammenhang sind die europäischen Fluggesellschaften jedoch weiterhin das Schlusslicht der Statistik: Bei ihnen hätte sich die Situation nur geringfügig verbessert.

Bei den Treibstoffpreisen haben sich laut dem Branchenverband in den letzten neun Monaten die Schwankungen verstärkt. Insgesamt sei zwar ein Aufwärtstrend erkennbar, allerdings sei noch nicht absehbar, wie sich die von verschiedenen Industrienationen beschlossenen Sparpläne auf die weitere Entwicklung der Kerosinpreise auswirken könnten. Ende Juni lag der Kerosinpreis laut der IATA im Schnitt bei 91 US-Dollar pro Barrel.

Im Mai hat auch die Nachfrage im Passagier- und Frachtgeschäft der Airlines weiter zugelegt, wie die IATA bereits am Dienstag mitteilte.

Von: airliners.de
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