Fluggesellschaften beziehen Boeing 787 wieder in Planungen ein

09.04.2013 - 10:09 0 Kommentare

Nach den letzten Flugtests mit neuem Batteriegehäuse hofft Boeing auf eine schnelle Wiederzulassung der 787. Inzwischen haben erste Airlines den "Dreamliner" wieder in ihre Flugplanungen einbezogen.

Erste Boeing 787 für United

Erste Boeing 787 für United
© United Continental Holdings

Bug einer Boeing 787 der United

Bug einer Boeing 787 der United
© United

Boeing 787 der Qatar Airways

Boeing 787 der Qatar Airways
© Qatar Airways

Qatar Airways Boeing 787

Qatar Airways Boeing 787
© Boeing

Nach dem Flugverbot für Boeings «Dreamliner» rechnet die US-Fluggesellschaft United Airlines bereits im Mai mit einer Wiederaufnahme der Flüge. Ihre erste reguläre Verbindung mit dem Langstreckenjet solle am 31. Mai von Houston nach Denver führen, sagte eine United-Sprecherin am Montagabend in Chicago. Eigentlich sei der erste Flug für den 5. Juni geplant gewesen. Ab Mitte Juni soll dann auch Denver-Tokio mit Boeing 787 bedient werden. Bereits ab Mai plant Qatar Airways ihre 787 für Flüge von Doha nach London und später auch nach Frankfurt, München und Zürich ein, berichtet der „Aerotelegraph“.

Boeing hatte die nach einer Neukonstruktion der brandanfälligen Batterien notwendigen Flugtests am Freitag abgeschlossen und hofft nun auf grünes Licht von der US-Flugaufsicht FAA.

Die Behörde hatte nach einem Feuer und einem Schmorbrand bei den Batterien von zwei «Dreamliner»-Maschinen im Januar ein Startverbot verhängt. Die FAA muss nun das neue Batteriedesign absegnen. So sind die einzelnen Zellen der Batterie nun besser von einander abgeschottet, um die Gefahr interner Kurzschlüsse zu minimieren. Ein Edelstahl-Gehäuse soll zusätzliche Sicherheit geben. Außerdem sollen die Lithium-Ionen-Akkus nicht mehr so stark aufgeladen und entleert werden dürfen wie bislang. Vertiefungen im Boden des Batteriegehäuses sollen zudem entstehende Feuchtigkeit auffangen.

Tatsächlich aber wissen weder Boeing noch die US-Behörden mit Sicherheit, wo der Fehlerteufel beim einstigen Hoffnungsträger Dreamliner steckt. So kommt es, dass das neue Batterie-System auch nicht die Ursache der bisherigen Defekte ausschließt. Vielmehr zielen die Umbauten, die dem Dreamliner eine Rückkehr in die Luft ermöglichen sollen, darauf ab, dass künftige Batteriedefekte keine gravierenden Auswirkungen auf den sicheren Flugbetrieb haben sollen.

Wenn die FAA die Lizenz erteilt, können die 50 bis dato an Kunden ausgelieferten «Dreamliner» wieder starten, sobald sie umgebaut sind. Der Airbus-Rivale kann dann auch mit der zwischenzeitlich gestoppten Auslieferung neuer Maschinen fortfahren. Die Produktion des «Dreamliner» lief seit Januar unvermindert weiter.

Von: dpa, airliners.de
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