Fluggesellschaften begrüßen die neue Entwicklung am Flughafen Tempelhof und erhöhen die Sitzplatzkapazitäten

16.11.2006 - 10:00 0 Kommentare

Für den Flughafen Tempelhof gibt es Anzeichen für eine positive Wende. Die Nachricht, dass ein Investor das umfangreiche Gebäude vollständig übernehmen und die Schließung verhindern will, wird von den in Tempelhof operierenden Fluggesellschaften begrüßt. Der mögliche Investor macht zur Bedingung, dass der Flugbetrieb in Tempelhof weitergeführt wird. Die Gemeinschaft der Fluggesellschaften in Tempelhof hält eine Begrenzung des maximalen Abfluggewichtes auf 50 Tonnen (bzw. 100 Sitzplätzen) der im Linienverkehr eingesetzten Flugzeuge für durchaus sinnvoll und wirtschaftlich angemessen. Es entspräche den bisher in Tempelhof eingesetzten Flugzeugtypen. Mit dieser Gewichtsbeschränkung würde ein direkter Konkurrenzkampf mit dem zukünftigen Flughafen BBI Schönefeld vermieden.

„Der Flughafen Tempelhof wäre somit eine sinnvolle Ergänzung zu BBI in Schönefeld“, kommentiert Neil Burrows, Geschäftsführer der Fluggesellschaft SN Brussels Airlines. Die belgische Fluggesellschaft verbindet Tempelhof viermal pro Tag mit Brüssel. Hintergrund: Nur der regelmäßige Linienflugverkehr kann einen betriebswirtschaftlich vernünftigen Betrieb des Flughafens sicherstellen. Denn die Entgelte für reine Businessjets und kleine Sportflugzeuge reichen nicht aus, um den Flughafen Tempelhof wirtschaftlich erfolgreich betreiben zu können.

Gemeinschaft der Fluggesellschaften in Tempelhof Seite 2 von 2 „Für uns als Linienfluggesellschaften ist diese Absicht, in die Zukunft des Flughafens Tempelhof zu investieren, natürlich sehr positiv. Wir freuen uns, dass Tempelhof einen solchen Zuspruch hat und haben unsere Sitzplatzkapazitäten jetzt um 15 Prozent erhöht“, erläuterte Neil Burrows heute in Berlin. Der Geschäftsführer von SN Brussels Airlines machte sich heute bei einem Besuch auf dem Flughafen Tempelhof ein Bild vom aktuellen Sachstand und betonte seinen Willen, weiter am Flughafen Tempelhof festzuhalten.

Parallel zu dem Investorenvorhaben halten die Fluggesellschaften in Tempelhof daher an ihrer Klage gegen die Schließung von Tempelhof fest und ermöglichen somit dem Investor das nötige Zeitfenster für weitere Verhandlungen. Die Gemeinschaft der Fluggesellschaften in Tempelhof ist ein Zusammenschluss von Fluggesellschaften, die sich für die Offenhaltung des Flughafens Tempelhof einsetzen. Vertreten wird diese Gemeinschaft durch Herrn Bernhard Liscutin.

www.tempelhof-bleibt-offen.de

Von: Gemeinschaft der Fluggesellschaften in Tempelhof
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