Fluggesellschaft haftet nicht für Handgepäck

29.10.2018 - 17:14 0 Kommentare

Bei einem Diebstahl von Handgepäck im Flugzeug bleibt der Passagier in der Regel auf den Kosten sitzen. Die Airline übernimmt keine Verantwortung für die Gegenstände in der Kabine.

Ryanair-Passagier mit Handgepäck. - © © Ryanair -

Ryanair-Passagier mit Handgepäck. © Ryanair

Fluggesellschaften haften in der Regel nicht für Gegenstände, die Reisende in die Kabine mitnehmen. Der Fluggast sei für Handgepäck generell selbst verantwortlich, erklärt ein Sprecher der Lufthansa.

Bei Kabinengepäck hafte die Fluggesellschaft nur dann, wenn das Bordpersonal den Verlust oder die Beschädigung zu verschulden habe, erklärt das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz. Der Beweis dafür ist aber in der Praxis schwierig. Daher müssten Passagiere selbst für ihr Handgepäck Sorge tragen.

Meldet der Passagier der Crew einen Diebstahl im Flieger, zeigt die Lufthansa diesen nach eigenen Angaben bei der jeweiligen Behörde an, je nach Flughafen. Wie häufig Diebstähle an Bord vorkommen, dazu kann die Fluggesellschaft keine Angaben machen.

Versicherung nützt wenig

Von einer Reisegepäckversicherung rät der Bund der Versicherten (BdV) in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg ab. Das Problem sei, dass man sein Gepäck auch einmal außer Acht lasse. Die Versicherer verweisen dann häufig auf Fahrlässigkeit und zahlen nichts. Um die volle Entschädigung zu erhalten, müsse man sich den Koffer etwa zwischen die Beine klemmen, so BdV-Sprecherin Bianca Boss.

Wertvolle Gegenstände wie Kameras und Schmuck seien meist nur unzureichend oder überhaupt nicht versichert. Die Police sei daher unsinnig.

Von: pra, dpa
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