Flugbereitschaft prüft Teil-Verlagerung nach Tempelhof

13.09.2006 - 10:00 0 Kommentare

Berlin (ddp-bln). Im Streit um die Zukunft des Flughafens Tempelhof gibt es eine überraschende Wende. Wie der «Tagesspiegel» in seiner Donnerstagausgabe berichtet, prüft die Flugbereitschaft der Bundesregierung, ob sie einen Teil ihrer Flotte nach Tempelhof verlagern kann. «Tempelhof ist eine Option für die Stationierung der Flugbereitschaft», sagte ein Sprecher des Verteidigungsministerium dem Blatt. Möglich sei auch, auf den neuen BBI-Flughafen in Schönefeld zu ziehen.

Bei einem Votum für Tempelhof würden dort aber nur kleinere Maschinen und Hubschrauber stationiert. Für die sieben Airbusse, die bisher in Köln/Bonn beheimatet sind, müssten neue Hangars in Berlin gebaut werden. Hier sei es sicher besser, die vorhandenen Anlagen in Köln/Bonn weiterzunutzen, sagte der Sprecher.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte erklärt, wenn die Bundesregierung ernsthaft prüfe, die Flugbereitschaft nach Tempelhof zu verlagern, könne man darüber reden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte dazu der «Berliner Morgenpost» (Donnerstagausgabe), der Berliner Senat könne ein Bekenntnis zu dem City-Airport nicht auf die Bundesregierung abschieben. «Wowereit muss Farbe bekennen. Bisher hat er sich eindeutig auf die Seite der Befürworter einer Schließung gestellt», sagte Merkel. Gesellschafter der Flughafengesellschaft sind der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg.

Von: ddp
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