Flugbegleiter und Lufthansa machen Fortschritte

28.07.2015 - 09:24 0 Kommentare

Hoffnung im Tarifkonflikt: Die Verhandlungen zwischen der Lufthansa und der Kabinengewerkschaft Ufo machen Fortschritte. Gleichzeitig dämpfte der Ufo-Chef die Erwartungen.

UFO-Chef Nicoley Baublies - © © dpa -

UFO-Chef Nicoley Baublies © dpa

Im Tarifstreit zwischen Kabinenpersonal und Management bei der Lufthansa gibt es nach Einschätzung der zuständigen Gewerkschaft Ufo neues Vertrauen zwischen beiden Seiten. "Seit dieser Woche sind wir wieder in echten Tarifgesprächen", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies der "Rheinischen Post". "Wir reden unter Beteiligung der Arbeitsdirektorin über Themen wie höhere Löhne und die Umgestaltung der Betriebsrenten."

Einige wesentliche taktische Punkte seien aber nicht zu lösen, da sich dafür das Management zugleich mit der Vereinigung Cockpit einigen müsste, sagte Baublies weiter. "Wenn Piloten und Lufthansa wirklich einigungswillig sind, kann der Tarifkonflikt schnell gelöst sein".

Flugbegleiter tauschen sich mit Piloten aus

"Wir verhandeln mit dem Management bis Freitag und sondieren dann mit den Piloten, inwieweit eine etwaige Lösung mittelbare Auswirkungen haben wird", kündigte Baublies an. Für den 6. August sei ein weiteres Treffen mit dem Konzernvorstand geplant. Dort könne man "im Idealfall den Sack zumachen".

Zugleich dämpfte der Gewerkschafter jedoch überzogene Erwartungen: "Einen echten Sanierungstarifvertrag wird es mit uns nicht geben. Wenn sich das Management da nicht bewegt, dann reden wir auch wieder über Streiks", sagte er der Zeitung zur Forderung, dass es keine Kündigungen geben dürfe.

© dpa, Christian Charisius Lesen Sie auch: Lufthansa-Flugbegleiter sagen Streik vorerst ab

Das Schlichtungsverfahren zwischen Ufo und Lufthansa war am 20. Juni ergebnislos beendet worden. Die Schlichter - die frühere Justizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD) und der ehemalige Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) - hatten den Tarifparteien lediglich aufgegeben, die Gespräche fortzusetzen und keine inhaltliche Schlichtungsempfehlung abgegeben.

Die Lufthansa verhandelt derzeit mit mehreren Gewerkschaften für unterschiedliche Beschäftigungsgruppen. Ein Knackpunkt ist in allen Verhandlungen die betriebliche Altersvorsorge. Während die Piloten im laufenden Tarifkonflikt bereits zwölfmal gestreikt haben, verzichteten die Flugbegleiter bislang darauf.

Von: ch, AFP, dpa
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