Flugbegleiter drohen mit neuen Streiks bei der Lufthansa

05.06.2015 - 13:12 0 Kommentare

Keine Einigung in Sicht: Im Tarifkonflikt zwischen den Flugbegleitern und der Lufthansa hat die Gewerkschaft Ufo jetzt mit Streiks gedroht. Der Anlass hängt mit den Piloten zusammen.

Flugbegleiter streiken am Flughafen in Frankfurt am Main vor der Einfahrt zur Lufthansa-Basis. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Flugbegleiter streiken am Flughafen in Frankfurt am Main vor der Einfahrt zur Lufthansa-Basis. © dpa /Frank Rumpenhorst

Der Lufthansa drohen neue Streiks. "Wir appellieren dringend an den Konzernvorstand, unsere einmal mehr ausgestreckte Hand nicht wiederholt auszuschlagen", sagte der Chef der Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, laut einer Mitteilung.

Anlass dieser Aussage sind zwei Dinge, die mit den Piloten zusammenhängen. Zum einen hatte Lufthansa-Chef Carsten Spohr angekündigt, künftige Piloten nicht mehr im Rahmen des Konzerntarifvertrages anzustellen. Außerdem überlegt die Airline, neue Eurowings-Maschinen mit österreichischer Lizenz fliegen zu lassen.

"Das ist nichts anderes als Schrumpfung mit Ansage und zwar nicht auf Grund von wirtschaftlichen Entscheidungen, Strecken nicht mehr zu bedienen, sondern aus Gründen der Tarifflucht", so die Ufo in einer Mitteilung. Die Lufthansa-Flotte werde dadurch kleiner, was sich auch auf die Kabinen-Crews auswirke. Die Kabinenmitarbeiter des Konzerns seien damit endgültig zu einer Geisel der Auseinandersetzung zwischen Lufthansa und Pilotengewerkschaft geworden, hieß es von Seiten der Ufo.

© dpa, Karlheinz Schindler Lesen Sie auch: Politiker-Duo schlichtet zwischen Ufo und Lufthansa

In dem Tarifkonflikt geht es um die Arbeitsplatzsicherheit der Kabinen-Crews im Rahmen der neuen Eurowings-Strategie. Ein weiteres Thema ist die Alters- und Übergangsversorgung. Außerdem fordert die Gewerkschaft acht Prozent mehr Gehalt. Die Politiker Friedrich Merz (CDU) und Herta Däubler-Gmelin (SPD) sind als Schlichter-Duo im Einsatz.

Die Ufo betonte jedoch: Sie sei bereit, mit der Lufthansa nach Lösungen zu suchen. Ein Gespräch mit dem Konzernvorstand könne eine weitere Eskalation aufhalten.

Von: airliners.de
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