Flugbegleiter kritisieren erneute Streikdrohung der Lufthansa-Piloten

03.09.2015 - 09:59 0 Kommentare

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation Ufo hat die erneute Streikdrohung der Lufthansa-Piloten kritisiert. Verhärtete Positionen, die weiter einzementiert werden, würden Arbeitsplätze im gesamten Konzern bedrohen.

Eine Flugbegleiterin der Lufthansa auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. - © © dpa - Frank Rumpenhorst

Eine Flugbegleiterin der Lufthansa auf dem Flughafen in Frankfurt am Main. © dpa /Frank Rumpenhorst

Nach dem Scheitern der Tarifverhandlungen zwischen der Lufthansa und der Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) hat jetzt die Unabhängige Flugbegleiter Organisation Ufo Kritik am VC-Vorgehen geübt. "Der ungelöste und nun erneut eskalierte Konflikt zwischen VC und Lufthansa hat bereits jetzt direkte und einschneidende Auswirkungen auf die Situation in den verschiedenen Fluggesellschaften des Konzerns und deren Beschäftigte", so Uwe Hien, Ufo-Tarifverantwortlicher, in einer Mitteilung. Verhärtete Positionen, die weiter einzementiert werden, würden letztlich dazu führen, dass Arbeitsplätze der gesamten Lufthansa bedroht werden.

Die VC-Forderung nach Einstellung der Eurowings Europe bezeichnete Hien als unrealistisch. Ein starker Einigungswillen auf beiden Seiten des Verhandlungstisches sei gefordert. Ohne weitere vorherige taktische Manöver sollten Lösungen gesucht werden. Streiks sind aus Ufo-Sicht kontraproduktiv: Sie könnten die "Richtung der arbeitgeberseitigen Hardliner im Konzern unnötig befeuern", wie es weiter hieß.

© dpa, B. Roessler Lesen Sie auch: Bei der Lufthansa sind wieder Piloten-Streiks möglich

Im Tarifstreit für das Kabinenpersonal bei der Lufthansa hatten die Fluggesellschaft und Ufo Anfang August ihre Verhandlungen bis zum 1. November verlängert. Themen der Verhandlungen sind unter anderem die Vergütung der Flugbegleiter sowie deren Alters- und Übergangsversorgung.

Alle Meldungen zum Lufthansa-Pilotenstreik.

Von: gk
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