Flugbegleiter-Streik kostet Air France 90 Millionen Euro

02.08.2016 - 13:40 0 Kommentare

Der einwöchige Flugbegleiterstreik bei Air France hat den Konzern 90 Millionen Euro gekostet. Und es ist noch nicht vorbei - zwei Gewerkschaften planen schon ihre nächsten Schritte.

Ein Passagierflugzeug der französischen Fluggesellschaft Air France. - © © dpa - Rene Ruprecht

Ein Passagierflugzeug der französischen Fluggesellschaft Air France. © dpa /Rene Ruprecht

Der einwöchige Flugbegleiterstreik bei Air France hat die französische Fluggesellschaft nach eigener Einschätzung um die 90 Millionen Euro gekostet. 180.000 Kunden seien von Flugausfällen betroffen gewesen, sagte Air-France-Chef Frédéric Gagey jetzt im Sender France Info. Die Flugbegleiter hatten mitten in der Ferienzeit für sieben Tage ihre Arbeit niedergelegt, es geht um die Verlängerung eines Tarifvertrags.

Der Konflikt ist noch nicht ausgestanden, zwei Gewerkschaften wollen bis Ende der Woche über ihre nächsten Schritte sprechen. Gagey kritisierte, der Streik in der Sommerzeit sei "nicht sehr verständlich", weil es keinen Zeitdruck gegeben habe. Die Gewerkschafterin Christelle Auster warf der Unternehmensführung dagegen eine "Form der Verachtung gegenüber den Mitarbeitern" vor.

© Air France, Lesen Sie auch: Air France will 1600 Arbeitsplätze streichen

Der Tarifvertrag für die Flugbegleiter läuft Ende Oktober aus. Air France hatte 17 Monate Verlängerung angeboten, Gewerkschafter fordern aber fünf Jahre oder eine unbefristete Vereinbarung. Auch mit einzelnen inhaltlichen Vorschlägen sind sie nicht einverstanden. Das Management lud für Ende August zu Verhandlungen ein, wie Vorstandsmitglied Pierre-Olivier Bandet im Sender BFMTV sagte. Der Konzern Air France-KLM war 2015 nach einem jahrelangen Sparkurs mit Jobabbau in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt.

Von: ch, dpa-AFX
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