Flugbegleiter wollen Schlichtung bei Lufthansa beenden

09.06.2015 - 11:45 0 Kommentare

Schlichtung gescheitert: Laut der Gewerkschaft der Flugbegleiter (Ufo) ist es gar nicht erst zu Verhandlungsgesprächen mit der Lufthansa gekommen. Die Schlichter haben beiden Parteien eine Frist gesetzt.

Ein streikender Flugbegleiter hat am Flughafen Frankfurt am Eingang zur Lufthansa-Basis ein Schild mit der Aufschrift

Ein streikender Flugbegleiter hat am Flughafen Frankfurt am Eingang zur Lufthansa-Basis ein Schild mit der Aufschrift "Außer Betrieb" umgehängt. © dpa /Frank Rumpenhorst

Bei der Lufthansa droht erneut ein Tarifkonflikt zu eskalieren. Die Gewerkschaft der Flugbegleiter (Ufo) hat die Schlichtungsgespräche mit dem Unternehmen nach sechs Runden für gescheitert erklärt und einen abschließenden Spruch von den Schlichtern Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz verlangt.

Lufthansa habe in den Gesprächen "ausschließlich Beton angerührt", sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies am heutigen Dienstag in Frankfurt. "Wir sind gar nicht in Verhandlungsgespräche gekommen." Die Gewerkschaft wolle deswegen die Schlichtung beenden und für den Sommer eine härtere Gangart mit Streiks vorbereiten, um die tariflichen Rechte ihrer Mitglieder zu schützen.

Laut Ufo haben die Schlichter beiden Parteien bis Freitag eine Nachfrist gesetzt, um ihre Positionen nachzubessern. Ansonsten werde bis zum 20. Juni eine Schlichtungsempfehlung gegeben.

Lufthansa will Gespräche fortsetzen

Von Seiten der Lufthansa hieß es: Man wolle die Gespräche fortsetzen und im Rahmen der Schlichtung zu einer gemeinsamen Lösung kommen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass trotz der Differenzen am vergangenen Freitag mit der Ufo zwei Tarifverträge zu künftigen Arbeitszeitmodellen der Flugbegleiter abgeschlossen worden seien. Künftig könnten neue Beschäftigte wählen, ob sie befristete oder unbefristete Arbeitsverträge nach unterschiedlichen Modellen eingehen wollten. Auch rund 1000 befristet Eingestellte könnten wechseln.

© dpa, Frank Rumpenhorst Lesen Sie auch: Flugbegleiter drohen mit neuen Streiks bei der Lufthansa

In dem Tarifkonflikt geht es um die Arbeitsplatzsicherheit der Kabinen-Crews im Rahmen der neuen Eurowings-Strategie. Ein weiteres Thema ist die Alters- und Übergangsversorgung. Außerdem fordert die Gewerkschaft acht Prozent mehr Gehalt.

Von: dpa
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