Sturmtief sorgt im Westen für Flugausfälle

18.01.2018 - 17:28 0 Kommentare

Im Westen Deutschlands und den Niederlanden hat das Sturmtief "Friederike" am Donnerstagvormittag für Flugausfälle gesorgt. An einigen Flughäfen musste zeitweise komplett der Betrieb eingestellt werden.

Hinweis am Flughafen Düsseldorf - © © dpa - Caroline Seidel

Hinweis am Flughafen Düsseldorf © dpa /Caroline Seidel

In Nordrhein-Westfalen hat das Sturmtief "Friederike" mit schweren Böen und heftigen Regenfällen am Vormittag für Beeinträchtigungen im Flugverkehr gesorgt. Betroffen waren insbesondere die Flughäfen Düsseldorf, Köln/Bonn und Amsterdam.

Am Nachmittag zieht der Sturm laut Vorhersage Richtung Osten bis nach Sachsen und Südbrandenburg weiter. Am Airport Hannover wurde die Abfertigung startender Maschinen eingestellt. Ankommende Maschinen könnten aber weiterhin landen, teilte eine Flughafensprecherin mit.

Die Berliner Flughäfen hatten bereits angekündigt, dass es wegen der Unwetterwarnungen im Tagesverlauf zu Einschränkungen im Flugbetrieb kommen könne. Am Flughafen Tegel wurden im innerdeutschen Verkehr zehn Ankünfte und Abflüge gestrichen, weil die Maschinen in Köln/Bonn und Düsseldorf zuvor nicht hatten starten können. Für Berlin selbst gibt es vorerst keine Unwetterwarnung. Es werden jedoch Sturmböen mit 65 bis 85 Stundenkilometern erwartet.

In Düsseldorf fielen 37 Flüge aus. Zwölf Flüge wurden nach Angaben des Flughafens zwischenzeitlich zu anderen Airports umgeleitet und kamen erst später nach Düsseldorf. Der Skytrain ging zeitweise außer Betrieb, die Aussichtsterrasse wurde den ganzen Tag über geschlossen.

In Köln/Bonn musste die Abfertigung auf dem Vorfeld zeitweise eingestellt werden. Ab 11.25 Uhr konnten keine Starts und Landungen stattfinden, seit 13 Uhr sind sie nach Angaben des Flughafens wieder möglich. Insgesamt wurden 13 Flüge gestrichen, fünf weitere wurden zu anderen Airports umgeleitet. Außerdem kam es zu zahlreichen Verspätungen. Bereits am Morgen mussten zwei Langstreckenflüge von Eurowings um mehrere Stunden verschoben werden.

In Amsterdam war der Luftverkehr mehrere Stunden eingestellt. Rund 320 Flüge fielen bislang aus. Wie der Flughafen ankündigte, sollte der Betrieb ab 12 Uhr sukzessive wieder aufgenommen werden, die Störungen im Flugplan würden aber den ganzen Tag über anhalten.

Entsprechend waren auch die KLM-Verbindungen von und zu vielen deutschen Airports verspätet oder mussten komplett gestrichen werden.

Bei der Deutschen Bahn wurde am Nachmittag der Fernverkehr weitgehend eingestellt. Bundesweit würden Züge nicht mehr losfahren, erklärte ein Sprecher. Züge, die noch unterwegs seien, sollten aber soweit möglich bis zum Zielbahnhof fahren.

Von: pra mit Material von dpa
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