Kein Anspruch auf Preisminderung bei Flugänderung

27.02.2018 - 16:21 0 Kommentare

Wird nach einer Flugbuchung der Preis oder die Fluggesellschaft geändert, besteht kein Rechtsanspruch auf den Differenzbetrag. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Rostock hervor.

Luftrecht kann eine komplizierte Angelegenheit sein. - © © Fotolia.com - vege

Luftrecht kann eine komplizierte Angelegenheit sein. © Fotolia.com /vege

Wer eine Kreuzfahrt mit An- und Abreise per Flugzeug bucht, kann nicht nachträglich den Preis mindern, wenn sich nach der Buchung die Fluggesellschaft ändert. Ein Anspruch auf eine bestimmte Fluggesellschaft oder einen bestimmten Flugzeugtyp besteht nicht. Das geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Rostock hervor über das die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift "Reiserecht aktuell" berichtet.

In dem verhandelten Fall ging es um eine Kreuzfahrt, die in Shanghai in China starten und enden sollte. Der Kläger buchte für sich und seine Frau ein An- und Abreisepaket für 1505 Euro mit Flügen von Düsseldorf über Frankfurt nach Shanghai von einer Fluggesellschaft, deren Vielfliegerprogramm der Kläger nutzte.

Die Anreise erfolgte aber dann von Düsseldorf über Helsinki nach Shanghai mit einer anderen Fluggesellschaft. Weil der Mann dieses An- und Abreisepaket vier Monate nach Buchung für 1100 Euro im Internet entdeckte, forderte er den Differenzbetrag zurück.

Gericht: Flugpreise schwankten zeitlich, dies sei allgemein bekannt

Das Gericht wies die Klage ab. Das Reiseunternehmen habe lediglich An- und Abreise von Düsseldorf nach Shanghai geschuldet. Die alternativen Flüge über Helsinki seien nicht minderwertig gewesen. Im Reisevertrag war keine bestimmte Airline zugesichert worden. Es spiele keine Rolle, dass das alternatives An- und Abreisepaket vier Monate nach Buchung günstiger angeboten wurde, so das Gericht. Flugpreise schwankten zeitlich, dies sei allgemein bekannt.

Von: br, dpa
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