Beutel mit Kosmetika, die Fl
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2006 traten neue Sicherheitsbestimmungen für Handgepäck in Kraft
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Demonstration eines Flüssigkeitsscanners (27.04.2011)
© dpa - Tim Brakemeier
Flugpassagiere in der EU dürfen auf unbestimmte Zeit weiterhin keine Flüssigkeiten in größeren Mengen mit an Bord nehmen. Die EU-Kommission teilte am Mittwoch nach Vorlage eines Berichts in Brüssel mit, dass das derzeitige Verbot für Flüssigkeiten im Handgepäck nicht im April kommenden Jahres gelockert werden kann.
Der Termin für die geplanten Lockerungen soll verschoben werden, ein neues Datum nennt die EU-Behörde nicht. Die Kommission kündigte für Herbst einen Vorschlag an, wie das Verbot phasenweise und «zum frühstmöglichen Termin» aufgehoben werden könne. Aus Kommissionskreisen verlautete, dies sei nach zwei Jahren denkbar. Das Europaparlament muss dem zustimmen.
Die EU-Kommission hat zudem empfohlen, dass Transferpassagiere aus Nicht-EU-Ländern ihre Einkäufe aus dem Duty-Free ab Januar 2014 behalten dürfen. Auf Basis von Erfahrungen mit den neuen Scannern, die an Flughäfen Flaschen und Behälter durchleuchten sollen, könne dann über das Ende des Verbots entschieden werden.
Die Verschiebung war bereits erwartet worden. Bereits seit längerem warnen die EU-Staaten, dass Europas Flughäfen noch nicht mit den nötigen Scannern für Taschen und Rucksäcke ausgerüstet sind. Die notwendige Scannertechnik steht noch nicht zur Verfügung.
Flughafenbetreiber begrüßten die Empfehlung der EU-Kommission. Der Verband Europäischer Fluglinien AEA erklärte, die Beibehaltung des Verbots sei aus Sicherheitsgründen richtig. Tests hätten ergeben, dass die verfügbaren Detektoren bestimmte Flüssigkeiten nicht erkannten, häufig Fehlalarm auslösten und somit die Wartezeit bei Kontrollen erhöhten.
Der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV, Ralph Beisel, sagte der dpa, die Flughäfen hätten seit langem vor chaotischen Verhältnissen an den Kontrollstellen für Passagiere gewarnt. «Wir sind sehr froh, dass die EU-Kommission jetzt die Macht des Faktischen akzeptiert und endlich vom unrealistischen Zeitplan für eine vollständige Aufhebung der Flüssigkeitsbeschränkungen Abstand nimmt.»
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