Neue 70-Sitzer Flottenausbau bei Intersky

07.08.2012 - 16:41 0 Kommentare

Die österreichische Intersky hat eine deutliche Erweiterung ihrer Flotte bekannt gegeben. Zugleich soll auch die Belegschaft der hauptsächlich von Friedrichshafen aus operierenden Regionalfluggesellschaft wachsen.

Nach einer längeren Evaluierungsphase ist bei Intersky die Flottenentscheidung gefallen. Wie die am Bodensee beheimatete Regionalfluggesellschaft mitteilte, will sie zwei Turbopropmaschinen vom Typ ATR72-600 bestellen. Im gleichen Zug solle auch die Belegschaft deutlich aufgestockt werden, sagte Geschäftsführerin Renate Moser am Dienstag in Bregenz.

Die erste der beiden Turboprops werde im Dezember, die zweite dann im März – und somit rechtzeitig zum Sommerflugplan – ausgeliefert, so Peter Oncken, geschäftsführender Gesellschafter von InterSky und Intro Aviation. Die Umschulung von Piloten und Technikern auf den neuen Flugzeugtyp beginne bereits in den nächsten Tagen. Die beiden ATR72-600 wurden ursprünglich von Caribbean Airlines in Auftrag gegeben. Die Karibik-Fluglinie trat später jedoch vom Kauf zurück.

Wohin die neuen Maschinen eingesetzt werden sollen, teilte InterSky noch nicht mit. Besonders interessant wäre für Intersky ein Zubringerdienst nach München. Dieser funktioniere aber nur, wenn insbesondere Lufthansa oder andere große Gesellschaften diese mit ihrem Langstreckenangebot abstimmen könnten, so Oncken. Entsprechende Gespräche laufen seit geraumer Zeit. Gleichzeitig baut die Regionalairline auch auf eine enge Air-Berlin-Kooperation.

Derzeit verfügt Intersky über drei 50-sitzige Bombardier Q300. Eine vierte Maschine musste Ende 2011 verkauft werden. Vor zwei Jahren hatte die Bodenseeairline bereits eine ATR-Maschine in der Flotte: Sie leaste von Avanti Air eine ATR42, um die Strecke Friedrichshafen-Düsseldorf im doppelten Tagesrand bedienen zu können.

Intersky befindet sich derzeit im Umbruch. Im Februar war die auf Airline-Sanierungen spezialisierte Intro Group bei Intersky eingestiegen. Die Fluglinie soll künftig als Basis zum Aufbau weiterer Fluggesellschaften nutzen. Neben einer Ausweitung der Deutschland-Operationen fasst Intro-Hauptgesellschafter Hans Rudolf Wöhrl auch internationale Geschäfte ins Auge.

Von: airliners.de mit Intersky
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