Fliegen soll mit EU-Geldern günstiger und umweltschonender werden

08.12.2014 - 15:33 0 Kommentare

Mit einer Summe von bis zu drei Milliarden Euro will die EU das Projekt eines einheitlichen europäischen Luftraum ankurbeln. Von den Fördergeldern sollen die involvierten Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber und Flugsicherungsorganisationen profitieren.

Fluglotsen der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontrol. - © © dpa - Axel Seideman

Fluglotsen der europäischen Flugsicherungsbehörde Eurocontrol. © dpa /Axel Seideman

Um das Fliegen in Europa günstiger und umweltschonender zu machen, wird die EU bis zu drei Milliarden Euro in das Luftverkehrsmanagement investieren. Weil es noch immer keinen einheitlichen europäischen Luftraum gebe, legten Flugzeug pro Flug im Durchschnitt 42 Kilometer mehr zurück als notwendig, erklärte jetzt ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Dies bedeute zusätzliche Flugzeit, einen höheren Verbrauch von Kerosin und mehr Ausstoß von Ausstoß von klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid (CO2).

Von den Fördergeldern sollen Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber und Flugsicherungsorganisationen profitieren, die das derzeitige Luftverkehrsmanagement durch gemeinsame Projekte verbessern. Die branchenübergreifende Partnerschaft besteht aus vier Fluggesellschaftskonzernen, Betreibern von 25 Flughäfen und elf Flugsicherheitsorganisationen, die als "SESAR Deployment Alliance" mit der Planung und Koordinierung einer umfassenden Modernisierung des europäischen Luftraums beauftragt wurden.

Widerstand kommt allerdings von Lotsen, die den Wegfall von Arbeitsplätzen befürchten. Die zuständige EU-Kommission Violeta Bulc sieht den einheitlichen Luftraum als alternativlos an. «Jeder Wandel bringt ein bisschen Widerstand mit sich», kommentierte sie. «Das ist normal.»

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Das SESAR-Projekt zur Umsetzung des EU-Verordnungspaketes zu einem einheitlichen europäischen Luftraum ("Single European Sky") war bereits Ende 2005 in Brüssel gestartet worden. Doch seitdem kam das Vorhaben nicht richtig voran. So war vor zwei Jahren die geplante Einteilung in neun sogenannte funktionelle Luftraumblöcke vorerst gescheitert.

Von: dpa, airliners.de
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