Wall Street Journal:

FedEx droht wegen Gewerkschafts-Gesetz mit Kündigung von Boeing-Auftrag

25.03.2009 - 15:06 0 Kommentare

Im Kampf gegen die Transport-Gewerkschaft Teamster fährt der US-Paketdienst FedEx immer größere Geschütze auf. Im "Wall Street Journal" (Mittwoch) warnte FedEX den US-Kongress davor, dem Unternehmen sein Sonderrecht abzuerkennen. Andernfalls drohte FedEx mit der Kündigung der Bestellung von 30 Flugzeugen bei Boeing. Das Sonderrecht führt dazu, dass sich die Arbeiter bei FedEx bislang nur so schwer organisieren können. Die Gewerkschaft warf dem Unternehmen Erpressung des Kongresses vor.

MD-11 von FedEx - © © AirTeamImages.com -

MD-11 von FedEx © AirTeamImages.com

Das US-Parlament muss über eine Vorlage entscheiden, mit dem die FedEx-Vorteile gegenüber dem Konkurrenten United Parcel Service (UPS) aufgehoben würden. Während bei FedEx laut Zeitung von den 290.000 Beschäftigten lediglich die 4.700 Piloten gewerkschaftlich organisiert sind, sind es bei UPS mehr als die Hälfte der 425.000 Mitarbeiter.

Hintergrund für die Sonderbehandlung ist, dass FedEx in den 1970er Jahren als Fluglinie gegründet wurde. Für sie galt daher bislang das Eisenbahn-Arbeitsgesetz aus dem Jahr 1926. Es sieht vor, dass sich Arbeitnehmer im ganzen Unternehmen über ihre Vertretung einigen müssen. Mit diesem Gesetz wollten die Gesetzgeber Streiks bei der Bahn begrenzen. UPS dagegen wurde als Spedition gegründet und hat diesen Vorteil nicht. Dort dürfen sich die Arbeiter an jedem Standort einzeln zusammenschließen.

Von: dpa-AFX
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