Fedex drängt in Pharma-Transportmarkt

19.10.2011 - 10:39 0 Kommentare

Der US-Logistikkonzern und weltweit zweitgrößter Expressdienstleister FedEx will sein Geschäft durch den Transport eiliger Arzneimittel wieder in Schwung bringen. So sollen spezielle Zwischenlager in Asien und Europa aufgebaut und die Boeing-777-Flotte erweitert werden.

Bug einer Boeing 777F der FedEx - © © AirTeamImages.com - Danish Aviation Photo

Bug einer Boeing 777F der FedEx © AirTeamImages.com /Danish Aviation Photo

Der wegen sinkender Einnahmen in seinem Stammgeschäft und der schwachen US-Konjunktur unter Druck stehende Expressdienstleister FedEx sucht nach neuen Erlösquellen. "Das Unternehmen wird in den kommenden Jahren massiv in die Logistik für Pharmaprodukte investieren", kündigte Fedex-Manager Richard Smith gegenüber dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe) an. "Wir rechnen hier mit jährlichen Wachstumsraten des Gesamtmarkts von neun Prozent."

Smith ist der Sohn des Firmengründers und jetzigen Vorstandsvorsitzenden Fred Smith und leitet bei Fedex das Life-Science-Geschäft. In den Pharmatransporten sieht er eine der Haupttriebfedern für das künftige Geschäft. "Die Weltbevölkerung wächst, wird älter und kauft globaler ein."

Schon in nächster Zeit werde Fedex eine Reihe spezieller Zwischenlager für kühlbedürftige Arzneimittel und Gesundheitsprodukte aufbauen - sowohl in Asien als auch in Europa, kündigte Smith an. Zudem solle die Flotte mit Boeing-777-Flugzeugen, deren kompletter Rumpf auf eine exakte Temperatur eingestellt werden kann, von derzeit 15 auf 45 erweitert werden. "Wir wollen in der Gesundheitsindustrie weltweit die Nummer eins werden", sagte Smith.

Die Zahl der Wettbewerber auf dem 24 Milliarden Dollar schweren Pharmatransportmarkt ist der Zeitung zufolge vergleichsweise gering. Nur wenige Frachtfirmen schafften es derzeit, ihren Kunden ein weltumspannendes Netz von Kühllagern und Spezial-Lkws zu bieten, die von Tür zu Tür liefern. Umso höher seien hingegen die Margen, die sich mit dem Transport eiliger Arzneimittel verdienen ließen. UPS und die Deutsche-Post-Tochter DHL würden ebenfalls kräftig investieren. UPS plant laut "Handelsblatt" in Europa bis 2015 acht weitere Kühlhäuser und auch DHL wolle noch in diesem Jahr 24 weitere Speziallager in ihren Luftfrachtzentren eröffnen.

Von: dpa-AFX
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