Branchenagenda

Start des Niki-Vehikels und Lufthansa vor Gericht

16.07.2018 - 07:12 0 Kommentare

In dieser Woche hebt Anisec ab - die Airline war in Österreich von der IAG eigentlich als Vehikel für den Niki-Kauf gegründet worden. Und in Farnborough findet eine der wichtigsten Luftfahrtmessen statt. Die Termine der Woche.

Die OE-LCN ist die erste A321 in den Farben der Level. - © © Felix Hofer -

Die OE-LCN ist die erste A321 in den Farben der Level. © Felix Hofer

Das zentrale Event der Luftfahrtbranche findet in dieser Woche im englischen Farnborough statt. Nahe London öffnet von Montag (16. Juli) bis Sonntag (22. Juli) eine der weltweit wichtigsten Luftfahrtmessen ihre Tore. Rund 1500 Austeller aus der Luft- und Raumfahrtindustrie präsentieren ihre Neuerungen. Im Fokus der Spekulationen steht Boeing und die Frage, ob der US-Hersteller doch noch den offiziellen Startschuss für ihre Boeing 797 gibt.

© Farnborough Airshow, PR Lesen Sie auch unseren Spezial-Ausblick: Das bringt Farnborough 2018

Air France/KLM will am Montag ihren neuen Chef vorstellen - oder ihre neue Chefin. Denn laut der französischen Tageszeitung "Le Figaro" soll die bisherige Vorsitzende des öffentlichen Pariser Nahverkehrs Catherine Guillouardin auf den Chefsessel der französisch-niederländische Airline-Gruppe rutschen. Sie würde Jean-Marc Janaillac folgen, der den Posten Anfang Mai nach einem gescheiterten Vermittlungsversuch im Tarifstreit abgab.

Ebenfalls am Dienstag (17. Juli) findet die konstituierende Sitzung der im Juni gewählten Lufthansa-Konzern-Tarifkommission der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) statt. Die 16 Mitglieder sind laut VC für die Formulierung und Durchsetzung zukünftiger Tarifziele bei Lufthansa, Germanwings, Lufthansa Cargo, Condor und Lufthansa Aviation Training verantwortlich.

Sie hebt ab: Die IAG-Tochter Anisec bietet ab Dienstag 14 Verbindungen ab Wien an. Allerdings startet die Airline nicht unter eigenem Flug-Code, sondern im Namen der IAG-Langstreckenbilligmarke Level. Ursprünglich war Anisec von IAG als Vehikel für den Kauf der ehemaligen Air-Berlin-Tochter Niki gegründet worden.

© Felix Hofer, Lesen Sie auch: IAG-Vehikel hebt mit Ex-Air-Berlin-Maschinen ab

Finanzbericht

In Farnborough nimmt Easyjet nicht nur ihre erste A320neo-Maschinen in Empfang, sondern berichtet am Mittwoch (18. Juli) auch über das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres.

Ryanair steht nach dem erstmaligen Ausstand der Piloten vergangene Woche erneut vor Streiks des Cockpit-Personals. Wieder hat die irische Ialpa alle Piloten des Billigfliegers aufgerufen, am Freitag (20. Juli) für einem 24 Stunden die Arbeit niederzulegen. Und für die darauffolgende Woche ist erneut ein Ialpa-Streik angesetzt. Da werden Erinnerungen an den letzten Tarifkonflikt im Lufthansa-Cockpit wach. Aber: Die insgesamt 14 Streikrunden waren deutlich teurer. Insider schätzt, dass der Ausstand der Piloten Ryanair täglich lediglich einen einstelligen Millionenbetrag kostet - Lufthansa hat die Streikkosten mit bis zu 50 Millionen Euro pro Tag beziffert.

Lufthansa und Lauda Motion treffen sich nach airliners.de-Informationen am Freitag in London vor Gericht. Es geht um die Rechtmäßigkeit der von Lufthansa am vergangenen Freitag gekündigten Leasing-Vertäge mit Lauda Motion. Lufthansa fordert die neun aus dem Bestand der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki stammenden Airbusse zurück. Grund seien nicht bezahlte Leasing-Raten. Einsetzen will der Kranich die Maschinen bei der eigenen Billigtochter Eurowings.

© AirTeamImages, Wolfgang Mendorf Lesen Sie auch: Lufthansa will Niki-Jets für Eurowings zurück

Von: airliners.de
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